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Astro TV und die Gewinnspielsatzung - Teil 2
ModeratorenCITV_Moderatoren    
Autor Nachricht
  Nico
Bekloppter
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Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 284
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Sonntag, 26.05.2013, 01:10 
Titel:  Astro TV und die Gewinnspielsatzung - Teil 2
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Den ersten Teil findet man hier.
Callpassive



Das Video im Beitrag vom 21.05.2012 zeigte die erstaunlichen Fhigkeiten einer Kartenlegerin von AstroTV Live (adviqo AG)

Hilli Hotan konnte durch Rufnummernbertragung Kartenlegen und Hinweise aus der Regie mit bernatrlichen Begabungen sehen, von wo die Anrufer angerufen hatten.

Das Video war durch eine Lschaktion auf YouTube leider nicht mehr verfgbar.
Screenshot vom Player:






Da die Mitschnitte auf einzigartige Weise dokumentieren, was man bei AstroTV unter Authentizitt und Ehrlichkeit versteht und wie die Anrufer in den Sendungen verarscht beraten werden, habe ich den Player hier noch mal eingebunden:



Astro TV - Abzocke von framerate025
Das Video zeigt Ausschnitte (Bildzitate) aus den Sendungen vom 29.4. und 30.4. sowie 2.5.2012


Den ursprnglichen Beitrag findest Du hier
  Antworten mit Zitat                             Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Nico ist zur Zeit offline 
Gesplittet am: Mittwoch, 13.11.2013, 19:04 Uhr von E.R.PEL
Gesplittet vom Beitrag Astro TV und die Gewinnspielsatzung - Teil 1 aus dem Forum SONSTIGE LIVEDISKUSSION
  Nico
Bekloppter
Bekloppter


Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 284
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Freitag, 15.11.2013, 15:00 
Titel:
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Und wieder hat die adviqo AG, die Betreiberin von Astro TV, kritische Videos lschen lassen, diesmal bei Dailymotion. Schon im Januar hatte es eine Lschaktion auf YouTube gegeben. Das Video oben im Beitrag hatte ich danach bei Dailymotion hochgeladen. Dort stand es ein halbes Jahr online.

Damit nachvollziehbar bleibt, um was es in dem Video geht, binde ich es hier noch mal in einen Player ein:



Fr das Videoportal gelten die Gesetze der Russischen Fderation. Mal sehen, wie lange es dauert, bis der Clip auch da rausfliegt. Wahrscheinlich wird die adviqo AG auch dort ihr Urheberrecht geltend machen.


Ich bin absolut fr den Schutz geistigen Eigentums! Der Urheberrechtsanspruch kann aber auch dazu missbraucht werden, Kritik zu unterdrcken und die freie Meinungsuerung zu behindern. Bildzitate sind ebenso unverzichtbar, wie Wortzitate.

Der uneingeschrnkte Primat des Urheberrechts vor dem Zitatrecht ist ein Relikt aus einer anderen Zeit und passt nicht mehr in die heutige Informationsgesellschaft.

Wenn die angeblich "hellsichtige" Kartenlegerin den Anrufern in den Sendungen sagen konnte, aus welcher Landeshauptstadt sie gerade angerufen hatten, dann hatte sie diese Erkenntnisse nicht durch "bernatrliche" Fhigkeiten, sondern durch Informationen aus der Regie. Wer zu solchen Mitteln greift, glaubt offensichtlich selber nicht an seine angeblichen Fhigkeiten.





Whrend die Anrufer in den Sendungen von Astro TV beschissen werden, ist die zustndige Medienaufsicht seit zwei Jahren damit beschftigt, die Anwendung der Gewinnspielsatzung auf die Gewinnspielsendungen von Astro TV zu verhindern. Selbst eindeutige, nicht interpretationsfhige Bestimmungen der Gewinnspielsatzung werden bis heute nicht durchgesetzt.

Ich hatte in einer Beschwerde am 15.03.2013 an die Medienanstalt Berlin-Brandenburg eine Reihe von Versten gegen die Gewinnspielsatzung aufgefhrt. Vieles davon war schon im Jahr davor durch Beschwerden moniert worden. Im Juli reagierte die Medienaufsicht und teilte mir das Ergebnis ihrer Prfungen mit. Ich habe dazu nichts gepostet, weil es ich erst den Abschluss des laufenden Verfahrens abwarten wollte.

Seitdem sind weitere vier Monate vergangen. Ob die Medienaufsicht inzwischen nach Anhrung des Veranstalters zu einer Bewertung von irrefhrenden Aussagen verschiedener Animateure gekommen ist, wurde mir bis heute nicht mitgeteilt. Die schriftlichen Informationen zum Auswahlverfahren werden seit einiger Zeit bildschirmfllend eingeblendet und die stndige Einblendung zu den Mobilfunkkosten ist von "Mobil ggf. abweichend" in "Mobil teurer" gendert worden. Das ist alles.



Antwort der Medienanstalt Berlin-Brandenburg

vom 23.07.2013


Sehr geehrter Herr xxx,

aufgrund Ihrer E-Mail vom 15. Mrz 2013 hat die mabb die von Ihnen genannten Mitschnitte bei Astro TV angefordert, in ganzer Lnge bei normaler Laufgeschwindigkeit gesichtet und ist dabei zu folgendem Ergebnis gekommen:

Mglicher Versto gegen 9 Abs. 5 GWS

Sie haben bemngelt, dass nach einem Aufleger es 3 bis 4 Minuten gedauert habe, bis ein weiterer Teilnehmer ausgewhlt worden sei. Die Sichtung ergab, dass es unter anderem am 26.02.2013 gegen 12:30 Uhr einen Aufleger gab, nachdem vorher Anruferinnen und Anrufer regelmig im 30-Sekundentakt durchgestellt wurden. Der Moderator Malkiel Rouven Dietrich nutzt diesen Moment fr eine ausfhrliche Selbstdarstellung. Der nchste Teilnehmer wird erst nach ca. 4 Minuten und 16 Sekunden in die Sendung durchgestellt. Einen weiteren Aufleger gab es am 26.02.2013 gegen 12:44 Uhr. Der nchste Teilnehmer wurde in diesem Fall nach ca. 1 Minute und 34 Sekunden in die Sendung durchgestellt.

Ergebnis der Prfung: Obwohl es vereinzelt eine Pause von mehr als 60 Sekunden gab, bevor nach einem Aufleger ein neuer Teilnehmer in die Sendung durchgestellt wurde, ist die Durchstellgeschwindigkeit insgesamt sehr hoch. Die mabb stuft diese Unregelmigkeiten daher als nicht so schwerwiegend ein, als dass ein formelles Aufsichtsverfahren eingeleitet wird. Dennoch wird der Anbieter nochmals auf die Einhaltung der Bestimmungen aufgefordert.

Mglicher Versto gegen 6 Abs.1 und 7 GWS

Sie geben an, dass wiederholt spekulative Aussagen zur Anzahl der Teilnehmer und zu den Chancen, in die Sendung durchgestellt zu werden, getroffen wrden. Des Weiteren wrde Zeitdruck vorgespiegelt.

Die Sichtung der mabb ergab unter anderem folgende Ergebnisse:

20130301-12:15-11:15 "Jetzt ist eine Lcke entstanden. [...] Es ist wahrscheinlich weniger los als sie denken. Ich hab so das Gefhl, dass grad vielleicht mal eine Handvoll Menschen vor den Fernsehgerten sitzen. [...] Es ist wahnsinnig ruhig geworden."

20130301-12:15-12:50 "Jetzt entsteht eine aber wirklich sehr groe Lcke. Das fhlt sich an, als wenn sich gar keiner einwhlen wrde. Wie es wirklich ist, wei ich natrlich nicht, liebe Zuschauer, aber probieren Sie es aus."

20130301-12:15-12:55 "Ganz ganz schnell. Jetzt. Denn es wird jetzt gleich klingeln. [...] Es klingelt jetzt ganz bestimmt. So gro wird die Lcke nicht sein." (Durchstellung eines Teilnehmers bei 20130301-12:15-13:55)

Ergebnis der Prfung: Nach 6 Abs. 1 GWS sind Aussagen jeglicher Art, die falsch, zur Irrefhrung geeignet oder widersprchlich sind, insbesondere auch ber die Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer unzulssig. Nach 7 GWS ist die Vorspiegelung weiterer Nutzerinnen und Nutzer oder fehlender Nutzerinnen und Nutzer unzulssig. ber die Anzahl der Teilnehmer darf keine falsche Aussage getroffen werden. Aussagen auch im Wege einer Spekulation , die den Eindruck fehlender Nutzer erwecken, sind nicht zulssig (7.1.3 Auslegungsregeln). Dies ist umso mehr zu beachten, da die Durchstellung vor allem von der Entscheidung des verantwortlichen Redakteurs und nicht durch das tatschliche Anruferaufkommen bestimmt wird. Smtliche Aussagen ber das vermeintliche Anruferaufkommen sind daher in der Regel irrefhrend.

Im vorliegenden Fall, aber auch in weiteren Fllen, werden durch die Moderatoren Aussage ber die vermeintliche Zahl der Teilnehmer oder die Wahrscheinlichkeit, durchstellt zu werden, getroffen. Neben den o.a. Beispielen ist dies u.a. auch der Fall bei

20130226-12:00-11:51 "Ich glaube, die Chancen sind heute am besten am Dienstag."

20130226-12:30-02:10 "Dienstag Mittag... um die Mittagszeit. Viele sind bei der Arbeit."

20130301-12:15-01:40 "Denn die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich gro im Augenblick."

Dass in einigen Fllen die Moderatoren selbst ihre Aussagen in Frage stellen ("Wie es wirklich ist wei ich natrlich nicht") ist mglicherweise nicht ausreichend. Kritisch zu bewerten sind auch Aussagen der Moderatoren, die suggerieren, die Durchstellung eines Teilnehmers stnde unmittelbar bevor, obwohl die tatschliche Durchstellung teilweise erst einige Minuten spter erfolgt.

Damit lgen bei verschiedenen Moderatoren wiederholte Verste gegen 6 Abs. 1 und 7 GWS vor, soweit Aussagen ber die Zahl der Nutzer getroffen werden. Die mabb wird den Anbieter hierzu anhren.

Mglicher Versto gegen 5 Abs. 1 und 6 Abs. 1 GWS

Sie geben an, dass ber eine Befragung der Teilnehmer (bspw. zur Zahl der Einwahlversuche) nicht in den Teilnahmebedingungen informiert werde.

Ergebnis der Prfung: Tatschlich werden viele Teilnehmer nach der Zahl ihrer Einwahlversuche befragt, wobei hufig angegeben wird, dass lediglich ein Einwahlversuch notwendig gewesen sei. Hieraus jedoch ein regelmiges Teilnehmer-Screening oder eine Befragung im Vorfeld der Durchstellung in die Sendung abzuleiten ist spekulativ. Zudem wird in den "Mitmachregeln" im Internet (http://www.astrotv.de/de/livetv/mitmachregeln/) darauf hingewiesen, dass ein Vorgesprch mit einem Redakteur stattfindet.

Es kann in diesem Zusammenhang kein Versto gegen 5 Abs. 1 und 6 Abs. 1 GWS erkannt werden.

Mglicher Versto gegen 5 Abs. 1 Satz 2 GWS

Sie fhren an, dass die allgemeinen Teilnahmebedingungen nicht im Fernsehtextangebot von Das Vierte verffentlicht werden. Fr das Programm Das Vierte ist nicht die mabb sondern die Landesmedienanstalt in Nordrhein-Westfalen LfM zustndig.

Mglicher Versto gegen 10 Abs. 3 GWS

Sie fhren folgende Verste gegen 10 Abs. 3 an:

1. Hinweis auf das Teilnahmeentgelt: In den Teilnahmebedingungen werde nicht auf die konkrete Hhe des Teilnahmeentgelts hingewiesen. Zwar werden die Kosten in den Einblendungen auf dem Bildschirm genannt, allerdings nicht in den "Mitmachregeln" im Internet. Hier besteht Nachbesserungsbedarf. Zudem sei hier zwar darauf hingewiesen, dass Anrufe nur volljhrigen Personen gestattet sei, aber nicht, dass keine Beratung Minderjhriger stattfinde.

2. Der Auswahlmechanismus sei nicht transparent dargestellt.

Ergebnis der Prfung: In den Mitmachregeln heit es:

"Jeder Anruf ist kostenpflichtig. Die Anruferauswahl erfolgt ber den "Zufallsgenerator". Dieser whlt nach seiner Auslosung durch den Redakteur, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes, zufllig eine Telefonleitung aus. Der Anrufer auf der entsprechenden Leitung wird dann in die Sendung durchgestellt. Den nicht ausgewhlten Anrufern wird dies durch eine Ansage mitgeteilt. Auch in diesem Fall ist der Anruf kostenpflichtig."

Damit ist der Darstellung der konkreten Ausgestaltung Genge getan. Der Anbieter wird jedoch erneut darauf hingewiesen, auch in den "Mitmachregeln" im Internet die konkreten Teilnahmeentgelte zu nennen sowie darauf hinzuweisen, dass eine Beratung von Minderjhrigen nicht stattfindet. Weitere Verste gegen die Informationspflichten werden im folgenden Absatz behandelt.

Mglicher Versto gegen 11 Abs. 1 GWS

Sie fhren eine ganze Reihe von Versten gegen 11 Abs. 1 GWS an. Zusammenfassend geht es hier um die Hinweise gem 10 Abs. 1, u.a.

der Hinweis auf die Mglichkeit zur Kenntnisnahme der Teilnahmebedingungen im Internet und Teletext in zehnmintigem Abstand ( 11 Abs. 1 Nr. 2 GWS);
den Zeitrahmen, in dem die Auswahl eines Nutzers vorgesehen ist ( 11 Abs. 1 Nr. 3 GWS);
mndliche Hinweise zum Jugendschutz ( 11 Abs. 1 Nr. 1 GWS);
die ggf. hheren Kosten bei Anrufen aus dem Mobilfunknetz ( 11 Abs. 1 Nr. 1 GWS)
mndliche und schriftliche Hinweise zum Auswahlverfahren ( 11 Abs. 1 Nr. 1 GWS)

Ergebnis der Prfung: Folgende Hinweise erfolgen bei Astro TV nach Auswertung der bisherigen Programmpraxis regelmig:

A. Texttafeln

Regelmig zu Beginn einer Sendung und zu Beginn einer vollen Stunde erfolgt durch bildfllend eingeblendete Texttafeln sowie mndlich der folgende Hinweis:

"Die Anruferauswahl erfolgt ber den Zufallsgenerator. Dieser whlt nach seiner Auslsung durch den Redakteur innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes zufllig eine Telefonleitung aus. Der Anrufer auf der entsprechenden Leitung wird dann in die Sendung durchgestellt. Den nicht ausgewhlten Anrufern wird dies durch eine Ansage mitgeteilt. Auch in diesem Fall ist der Anruf kostenpflichtig".

B. Laufband

Ein stndig durchlaufendes Band liefert die folgenden Hinweise:

"Die Teilnahme an der TV-Beratung ist nur volljhrigen Anrufern gestattet. Eine Beratung gegenber Minderjhrigen erfolgt nicht. Nicht jeder Anrufer wird in die Sendung gestellt. Die Anruferauswahl erfolgt ber den "Zufallsgenerator". Dieser whlt nach seiner Auslsung durch den Redakteur innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes zufllig eine Telefonleitung aus. Der Anrufer auf der entsprechenden Leitung wird dann in die Sendung durchgestellt. Den nicht ausgewhlten Anrufern wird dies durch eine Ansage mitgeteilt. Auch in diesem Fall ist der Anruf kostenpflichtig. Die Teilnahme an der TV-Beratung ist nur volljhrigen Anrufern gestatte. Eine Beratung gegenber Minderjhrigen erfolgt nicht."

C. Stndige Einblendung

Eine stndige Einblendung lautet wie folgt:

"01378-908010 50 Cent/Anruf a.d. dt. Festnetz Mobil ggf. abweichend"

D. Mndliche Hinweise

Regelmig alle 15 Minuten erfolgen durch den Moderator folgende Hinweise:

Teilnahme ab 18
Anrufkosten 50 Cent aus dem deutschen Festnetz
Nicht jeder Anrufer wird durchgestellt
Hinweis auf Laufband

Folgende mgliche Verste gegen die Bestimmungen der GWS wurden festgestellt:

Regelmig fehlen sowohl in den mndlichen Hinweisen als auch in den stndigen Einblendungen Hinweise auf die ggf. hheren Kosten aus den Mobilfunknetzen gem 11 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 und den Auslegungsregeln 11.1.4.

Es fehlen in den stndigen Einblendungen Hinweise auf den Ausschluss Minderjhriger ( 11 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2).[1]

Auf das Textlaufband wird statt den verlangten 10 Minuten lediglich alle 15 Minuten hingewiesen, wie es in 11 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 bis 6 gefordert wird. Zudem fehlt der Hinweis auf den Zeitrahmen, in dem die Auswahl einer Nutzerin oder eines Nutzers vorgesehen ist.

Hierzu werden wir den Anbieter auffordern, die Einblendungen und Hinweise satzungem zu korrigieren.

ber das Ergebnis des Verfahrens werden wir Sie informieren.

Mit freundlichen Gren
Programmaufsicht
Medienanstalt Berlin-Brandenburg
Kleine Prsidentenstrae 1
10178 Berlin


[1] Die kumulativen Hinweise (Auslegungsregeln 11.1.3) auf den Ausschluss Minderjhriger werden mndlich zu Beginn der Sendung und in hchstens fnfzehnmintigem Abstand (gem. 11 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1) sowie die Tatsache, dass eine Beratung Minderjhriger nicht stattfindet (gem. 11 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3) durch Textlaufbnder gegeben. Allerdings haben die Hinweise auf den Ausschluss Minderjhriger gem. 11 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 auerdem durch stndige Einblendung und nicht ersatzweise durch Textlaufbnder zu erfolgen.





Ich habe die E-Mail mit Kommentaren versehen und an die Medienanstalt Berlin-Brandenburg zurckgeschickt. Damit der Beitrag nicht noch lnger wird, will ich hier nur zwei davon wiedergeben:


9 Abs. 5 GWS

Die Gewinnspielsatzung schreibt vor, dass nach einem Aufleger sofort eine weitere Nutzerin oder ein Nutzer durchzustellen ist. Nach jedem Aufleger besteht fr die Zuschauer ein besonderer Anreiz zur Einwahl, da unmittelbar mit einer ersatzweisen Durchstellung zu rechnen ist. Die Bestimmung des 9 Abs. 5 soll verhindern, dass der Regisseur die nachfolgende Durchstellung beliebig hinauszgert. Somit besteht fr den Veranstalter keine Mglichkeit, zustzliche Einnahmen durch vermehrte Anrufe zu erzielen, noch besteht ein Anreiz, gefakte Aufleger einzuspielen.

Die Einhaltung des signifikant kurz bemessenen Zeitraumes macht also Sinn, wenn die genannten Missbrauchsmglichkeiten nicht erffnet werden sollen. Sogenannte Blitzrunden mit Durchstellungen im 30-Sekundentakt suggerieren bessere Chancen und animieren zu einer hheren Einwahlfrequenz. Pausen von 3-4 Minuten sind daher weder zufllig, noch unerheblich.

Die Beschwerden zu den Sendungen vom 27.02. und 01.03.2013 werden von Ihnen nicht angefhrt. Damit liegen aber insgesamt mindestens vier Verste innerhalb eines Zeitraumes von nur 4 Tagen vor. Bereits am 28.08.2012 erhielten Sie eine Beschwerde, weil eine Durchstellung erst nach 20 Minuten erfolgte. Sie teilten am 27.02.2013 dazu mit, dass Sie das Gesprch mit dem Veranstalter gesucht und auf die Einleitung eines formellen Aufsichtsverfahrens verzichtet htten.


10 Abs. 3 GWS

Die konkrete Ausgestaltung des eingesetzten Auswahlverfahrens wird in den Mitmachregeln nicht dargestellt: Einzelne Anrufer werden in den Sendungen von AstroTV Live ausgewhlt und in einer Warteschleife gehalten. Diese Anrufer erhalten dann folgende Ansage: "Herzlichen Glckwunsch, Sie sind nun in der engeren Auswahl. Mit etwas Glck stellt der Zufallsgenerator Sie gleich durch."

Somit findet eine Vorauswahl unter den eingehenden Anrufen statt. Die Auswahl durch den Zufallsgenerator zur Durchstellung ins Studio erfolgt in diesem Fall unter den in der Warteschleife befindlichen Anrufern. Der Veranstalter wollte dazu auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben und hat das Vorhandensein einer Warteschleife weder besttigt, noch dementiert. Sowohl die Staatsanwaltschaft, als auch die Generalstaatsanwaltschaft Berlin lehnten Mitte 2012 Ermittlungen zu einer Strafanzeige mit der Begrndung ab, dass sich eine Anruferin in dieser Warteschleife befunden habe und demzufolge noch nicht vom Zufallsgenerator ausgewhlt worden war.

Nach 10 Abs. 3 GWS ist in den Mitmachregeln ber die konkrete Ausgestaltung des eingesetzten Verfahrens zur Auswahl der Nutzerinnen und Nutzer (wie beispielsweise Vorzhl- bzw. Vorschaltfaktor) zu informieren.
_______________________________________________________________________________
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  Nico
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Beitrge: 284
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Donnerstag, 21.11.2013, 14:00 
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Das Medienmagazin ZAPP des Norddeutschen Rundfunks (NDR) hat sich gestern Abend mit den fragwrdigen Angeboten von Astro TV beschftigt. In dem Beitrag werden auch Fragen an Susanne Grams von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg gestellt. Sie ist zustndig fr die Programmaufsicht ber Astro TV (siehe Posting vom 15.11. oben)
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  Callpassive
CITV.NL Moderator


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Beitrge: 2469
Wohnort: Ruhrgebiet
BeitragVerfasst am: Samstag, 23.11.2013, 13:22 
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Endlich mal wieder eine gute Fernseh-Reportage ber die Scharlatane von Astro TV - Zapp sei Dank.

Das Interview mit Susanne Grams von der MABB war ziemlich entlarvend. Man htte allerdings durchaus etwas mehr nachbohren knnen. Stze von Frau Grams wie "Im Fernsehen ist das erlaubt, was auch im normalen Leben erlaubt ist." bieten sich frmlich an, um sie ins Absurde zu treiben.

Wenn die Astrologie doch so harmlos ist, warum ist dann eine freiwillige Selbstverpflichtung ntig? Denn so etwas gibt es "im normalen Leben" auch nicht. Sowohl alle Medienanstalten als auch Questico/Advico wissen, dass diese Selbstverpflichtungen vllig wirkungslos sind. Es stellt sich sowieso die Frage, wieso ausgerechnet Fragen zur Gesundheit nicht erlaubt sind. Die Quacksalber drfen sich also nicht zu einem Krankheitsverlauf uern, aber zu finanziellen Themen schon. Die Vorhersage "Du bist in 2 Wochen tot" geht nicht, aber "Du bist in 2 Wochen pleite" geht. (Es sei denn, Du kaufst im Astro Shop den Stein des Geldes fr 199) Warum? Wo ist die Grenze?

In dem Beitrag fehlt leider vllig die Anwendbarkeit der Gewinnspielsatzung (GWS) auf das Beratungsfernsehen. Die MABB hat es bis heute erfolgreich geschafft, diese Tatsache nicht zu verffentlichen. ZAPP hat offensichtlich nicht danach gefragt und Frau Grams wird sich hten, das Thema von sich aus anzusprechen. Die Passivitt der MABB htte man gerade an der GWS sehr gut verdeutlichen knnen.

Dazu einige Zitate aus dem Antwortschreiben der MABB zwei Beitrge weiter oben:
« MABB » hat Folgendes geschrieben:
Dennoch wird der Anbieter nochmals auf die Einhaltung der Bestimmungen aufgefordert.

Die mabb wird den Anbieter hierzu anhren.

Fr das Programm Das Vierte ist nicht die mabb sondern die Landesmedienanstalt in Nordrhein-Westfalen LfM zustndig.

Hier besteht Nachbesserungsbedarf.

Der Anbieter wird jedoch erneut darauf hingewiesen, ...

Hierzu werden wir den Anbieter auffordern, die Einblendungen und Hinweise satzungem zu korrigieren.

Wie immer liegt die Reaktion irgendwo zwischen "nicht zustndig" und "mssen wir mal mit dem Anbieter drber reden". Das luft so seit Jahren. Bestenfalls Kleinigkeiten werden durchgesetzt. Wirkungsvolle Manahmen, wie z.B. Bugelder, die die Satzung ausdrcklich erlaubt, werden noch nicht einmal angedroht.

Die MABB kontrolliert das Beratungsfernsehen nicht und sie hat auch kein Interesse daran. Genau wie zu den Call-In-Zeiten vor der GWS wird ein Kuschelkurs gefahren und wenn es unbedingt sein muss, dann wird so getan, als ob man etwas tut. Ich bin davon berzeugt, dass hinter den Kulissen (in konstruktiven Gesprchen) genau abgesprochen wird, was die MABB duldet und was nicht. Die MABB will das lukrative Geschft von Questico/Advico mit der Esoterik nicht einschrnken oder zerstren.



Wir sind alle Individuen
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  Nico
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Beitrge: 284
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Sonntag, 26.01.2014, 15:30 
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Seit einigen Wochen ist der Konzernabschluss der adviqo AG im Bundesanzeiger verffentlicht:

Geschftsjahr vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012

« adviqo Bilanz » hat Folgendes geschrieben:
Im Geschftsjahr 2012 stieg der Umsatz trotz eines teilweise schwierigen Geschftsumfeldes leicht um 1,5 % [...] Dies ist vor allem auf die Akquisition des spanischen Beratungsgeschfts ("astrocanal") zurckzufhren.

Konzern–Umsatz adviqo:       92.073.000   Euro
- davon in Deutschland:         65.567.000   Euro

Konzern–Gewinn nach Steuern:     6.498.000   Euro

« adviqo Bilanz » hat Folgendes geschrieben:
Der Umsatz im Kerngeschftsfeld Questico Advice (d.h. dem mitgliederbasierten Geschft der adviqo AG) konnte dabei - anders als im Vorjahr prognostiziert - noch nicht stabilisiert werden und war weiterhin leicht rcklufig (-3,5 % gegenber dem Vorjahr). [...] Der Rckgang der Marge bei Questico Advice erklrt sich im Wesentlichen durch rcklufige Call-In-Mengen bei AstroTV; hier schlgt der Mengenrckgang direkt auf die Marge durch.

AstroTV
Umsatz in Euro       3.752.000   (2012)       4.267.000   (2011)       4.794.000   (2010)

Der wirtschaftliche Erfolg von AstroTV definiert sich fr die adviqo AG allerdings nicht durch den erzielten Umsatz. Entscheidend ist die Zahl der Registrierungen von Neukunden, die ber das Format generiert werden konnten.

« adviqo Bilanz » hat Folgendes geschrieben:
Die adviqo-Gruppe hat gegen die unbefriedigende Geschftsentwicklung im DACH-Kerngeschft ihre Markteinschtzung und strategische Ausrichtung noch einmal berprft. Die Gruppe sieht hier ein deutlich reduziertes Potenzial fr Neukundengewinnung ber TV, insbesondere in den bestehenden Formaten und ber sog. TV-Fenster.

Neuregistrierungen
durchschnittlich im Monat:       10.286   (2012)       12.786   (2011)       17.543   (2010)

Im Jahresdurchschnitt waren monatlich 47.000 Mitglieder aktiv. Durch "Beratungsleistungen" fr registrierte Mitglieder erzielte die adviqo-Gruppe im Geschftsjahr 2012 einen Umsatz von mehr als 58 Millionen Euro.

« adviqo Bilanz » hat Folgendes geschrieben:
Fr die Neukundengewinnung ber die bestehenden TV-Formate bzw. TV-Fenster sieht die Gruppe [...] ein deutlich reduziertes Potenzial. Durch Produktvariationen sollen hier neue Zielgruppen besser erreicht werden knnen.

Zu diesen "Produktvariationen" drften die 0800-Nummern gehren, ber die man angeblich "gebhrenfrei" anrufen kann, oder "kostenfrei ber den Zufallsgenerator ins Studio" kommt, wobei die Anrufer aber stattdessen zwecks "Neukundengewinnung" in einer Callcenter-Falle landen.

« adviqo Bilanz » hat Folgendes geschrieben:
Die adviqo-Gruppe sieht nach wie vor erhebliche Wachstumschancen durch den Ausbau ihrer Online-Aktivitten (einschlielich Partnervernetzung), das Erreichen neuer Nutzergruppen durch die Verbesserung ihres Angebots ber mobile Plattformen oder Applikationen ("Mobile Applications").

Zum 1. Juli 2013 endete die letzte analoge Verbreitung von AstroTV im Programm von Das Vierte. Bedeutet das jetzt, dass "Oma Elfriede" sich mit 85 Jahren noch ein iPhone zulegt und die AstroTV App herunterldt?

Ich bin gespannt auf den nchsten Geschftsbericht und darauf, ob es der adviqo AG gelingt, die angeblich erheblichen Wachstumschancen zu nutzen, oder ob sich der zwar moderate, aber stetige Abwrts-Trend von AstroTV und Questico fortsetzt.
 
  Antworten mit Zitat                             Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Nico ist zur Zeit offline 
  Nico
Bekloppter
Bekloppter


Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 284
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 17.12.2014, 20:22 
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Umsatzrckgnge bei AstroTV und Questico

Konzernabschluss der adviqo AG

Geschftsjahr vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013


« adviqo Bilanz » hat Folgendes geschrieben:
Die adviqo AG und ihre unmittelbaren Tochtergesellschaften haben gegenber dem Vorjahr einen Umsatzrckgang verzeichnen mssen. [...] Die Geschftsentwicklung der adviqo Gruppe ist umsatzseitig im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 % zurckgegangen. Das Jahresergebnis hat sich signifikant verschlechtert und liegt mit einem Gewinn in Hhe von T € 1.131 weit unter dem Gewinn aus dem Vorjahr (T € 6.498).


Konzern-Umsatz         86.953.000   Euro       ( – 5,1 Millionen Euro gegenber dem Vorjahr)

Konzern-Gewinn           1.131.000   Euro       ( – 5,3 Millionen Euro gegenber dem Vorjahr)

« adviqo Bilanz » hat Folgendes geschrieben:
Die deutliche Vernderung des Ergebnisses der gewhnlichen Geschftsttigkeit resultiert in erster Linie aus dem Umsatzrckgang um T € 5.120 auf T € 86.953. Dieser Rckgang ist dabei ganz wesentlich das Ergebnis einer reduzierten TV-Reichweite von AstroTV, in einem seit Mai 2012 weitgehend digitalen TV-Umfeld, mit direkter Auswirkung auf die Neukundenregistrierung und das Umsatzpotenzial im AstroTV Shop.


AstroTV
(Umsatz in Euro)
2.967.000   (2013)     3.752.000   (2012)     4.267.000   (2011)     4.794.000   (2010)

Der wirtschaftliche Erfolg definiert sich fr die adviqo AG nicht durch den erzielten Umsatz bei AstroTV, sondern durch die Zahl der Registrierungen von Neukunden, die ber das Format generiert werden.

« adviqo Bilanz » hat Folgendes geschrieben:
Der Umsatz ist im Kerngeschftsfeld der Marke Questico (d.h. dem mitgliederbasierten Geschft der adviqo AG) wie im Vorjahr rcklufig (-5 %) gewesen. [...] Die Registrierungen sind kanalbergreifend um 22 % auf ca. 96.000 gefallen, was auf den Rckbau der TV-Reichweiten begrndet ist. So sind die Anmeldungen, die ber TV generiert wurden um 31 % von 88.000 auf 61.000 gefallen ...


Neuregistrierungen
(durchschnittlich im Monat)
8.000     (2013)       10.286     (2012)       12.786     (2011)       17.543     (2010)

Im Jahresdurchschnitt waren monatlich 46.000 registrierte Mitglieder aktiv. Durch "Beratungsleistungen" erzielte die adviqo-Gruppe im Geschftsjahr 2013 einen Umsatz von mehr als 56 Millionen Euro.

« adviqo Bilanz » hat Folgendes geschrieben:
Der Umsatz im Kerngeschft der Gruppe [...] hat sich im Berichtsjahr um ca. 5 % verringert, was im Wesentlichen auf Questico mit einem Umsatzrckgang von ca. 5 % zurckzufhren ist. [...] Einen weiteren Einfluss auf den Umsatzrckgang bei Questico haben die Drop Calls im TV, diese sind mit ca. 8.900.000 Call-ins durch den systematischen Rckbau unprofitabler TV-Fenster um 20 % niedriger als im Vorjahr.

Na, schn, dass man zur Gewinnspielabzocke auch mal Zahlen nennt. 8,9 Millionen Mal wurde im letzten Geschftsjahr bei AstroTV angerufen. Da habe ich doch mit meiner Schtzung vor zwei Jahren gar nicht so falsch gelegen.

« adviqo Bilanz » hat Folgendes geschrieben:
Die adviqo Gruppe hat gegen die unbefriedigende Geschftsentwicklung im deutschen Kerngeschft ihre Markteinschtzung und strategische Ausrichtung erneut berprft. Die Gesellschaft sieht ein deutlich reduziertes Potenzial fr Neukundengewinnung ber TV, insbesondere in den bestehenden Formaten und ber sog. TV-Fenster.


Offensichtlich ist es der adviqo-Gruppe nicht gelungen, die noch 2012 behaupteten "erheblichen Wachstumschancen durch den Ausbau ihrer Online-Aktivitten" zu nutzen. Das Geschft mit der angeblichen "Lebensberatung" und der Gewinnspielabzocke luft zwar immer noch gut, aber die Umsatzzahlen bei AstroTV sind jetzt schon seit vier Jahren deutlich rcklufig.

"Oma Elfriede" hat sich nach dem Wegfall der letzten analogen Verbreitung von AstroTV im Juli 2013 eben kein iPhone mehr zugelegt und keine AstroTV App heruntergeladen. Und jngere Zielgruppen sind ber das Internet und andere digitale Medien wohl deutlich schwieriger anzusprechen. Die Zeiten des Booms sind fr diese Branche wohl erst mal vorbei, auch wenn sich mit der Leichtglubigkeit vieler Menschen weiterhin ein gutes Geschft machen lsst.
 
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Genauso gut kann man sich bei ner Parkuhr ber AstroTV beschweren.

(Zitat: Callpassive)

Am 15. Mrz 2013 hatte ich mich bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) ber die stndigen Verste gegen die Bestimmungen der Gewinnspielsatzung in den Anrufsendungen von AstroTV beschwert. Ich will mal anhand von drei Beispielen darstellen, was daraus geworden ist.


Beispiel 1

Irrefhrende Aussagen ber die Zahl der Nutzer und Vorspiegelung von Zeitdruck.

01.03.2013 um 12:26 Uhr: "Es ist eine Lcke entstanden, wie gesagt, es wre wirklich sehr sehr schade, wenn Sie diese Lcke nicht nutzen wrden. Es ist wahrscheinlich weniger los, als Sie denken. Ich habe so das Gefhl, dass gerade mal vielleicht so eine Handvoll Zuschauer vor den Fernsehgerten sitzen."

01.03.2013 um 13:38 Uhr: "Viele sind gar nicht mehr vor den Fernsehgerten. Wenn Du schlau bist und jetzt dabei bleibst, jetzt bitte einwhlen, denn es knnte jetzt jeden Augenblick funktionieren."

03.03.2013 um 11:17 Uhr: "Wenn wir jetzt immer noch gerade etwas eine ruhige Sendung haben und so eine Handvoll Zuschauer, so wie ich das Gefhl habe, dann sollten Sie die Gunst der Stunde jetzt nutzen."

Die mabb schreibt: "Smtliche Aussagen ber das vermeintliche Anruferaufkommen sind [daher] in der Regel irrefhrend."

01.03.2013 um 13:33 Uhr: "Es wird bestimmt jetzt gleich in den nchsten Sekunden klingeln, so denke ich." Und um 13:45 Uhr: "Es wird bestimmt jetzt gleich in den nchsten Sekunden klingeln. Bestimmt! Also, so habe ich es im Gefhl." Die nchste Durchstellung einer Teilnehmerin erfolgte um 13:59 am Ende der Sendung.

03.03.2013 um 11:47 Uhr: "Wir wissen ganz genau, dass jetzt jede Sekunde irgendwie hier jemand durchkommen wird. Das wissen wir hier ganz genau." Die nchste Durchstellung in die Sendung erfolgte um 11:56 Uhr mit einem "Aufleger".

Die mabb schreibt: "Kritisch zu bewerten sind auch Aussagen der Moderatoren, die suggerieren, die Durchstellung eines Teilnehmers stnde unmittelbar bevor, obwohl die tatschliche Durchstellung teilweise erst einige Minuten spter erfolgt."

Und die mabb stellt fest: "Damit lgen bei verschiedenen Moderatoren wiederholte Verste gegen 6 Abs. 1 und 7 GWS vor, soweit Aussagen ber die Zahl der Nutzer getroffen werden. Die mabb wird den Anbieter hierzu anhren."

Ein halbes Jahr spter lese ich in einer E-Mail der Medienanstalt Berlin-Brandenburg im Zusammenhang mit diesen Versten den beilufigen Satz:

"Die mabb begrt die weitere Durchfhrung von Schulungen der Mitarbeiter."

Ich werde skeptisch und frage nach: Werden die wiederholten Verste nicht zu einer Beanstandung durch die Kommission fr Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) fhren?

Am 27.02.2014 kommt die Antwort der Medienanstalt Berlin-Brandenburg:

"Die festgestellten Verste gegen 6 Abs. 1 und 7 GWS werden nach Beanstandung und Anhrung des Anbieters durch die mabb nicht zu einer Beanstandung durch die Kommission fr Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) fhren. Die Einsicht des Anbieters sowie die zugesicherten Schulungen als Manahmen um diese Verste zuknftig abzustellen werden als ausreichend angesehen."


Beispiel 2

Nach einem "Aufleger" muss sofort ein weiterer Anrufer durchgestellt werden.

In den Sendungen von AstroTV Live am 26.02.2013 um 12:30 Uhr, am 27.02.2013 um 12:56 Uhr und am 01.03.2013 um 12:52 Uhr hatten durchgestellte Anrufer aufgelegt. Der nchste Anrufer wurde jeweils erst nach 3-4 Minuten durchgestellt.

Die mabb nimmt zu zwei der genannten Flle gar nicht Stellung, sondern bezieht sich lediglich auf den 26.02.2013 und teilt dazu mit, der Moderator Malkiel Rouven Dietrich habe "diesen Moment fr eine ausfhrliche Selbstdarstellung" genutzt. Der nchste Anrufer sei nach "4 Minuten und 16 Sekunden" in die Sendung durchgestellt worden. Insgesamt sei die Durchstellgeschwindigkeit in der Sendung sehr hoch gewesen. Die mabb stufe dies daher "als nicht so schwerwiegend ein."

Ich widerspreche am 30.07.2013: "Nach jedem Aufleger besteht fr die Zuschauer ein besonderer Anreiz zur Einwahl, da unmittelbar mit einer ersatzweisen Durchstellung zu rechnen ist. Die Bestimmung des 9 Abs. 5 soll verhindern, dass der Regisseur die nachfolgende Durchstellung beliebig hinauszgert. Somit besteht fr den Veranstalter keine Mglichkeit, zustzliche Einnahmen durch vermehrte Anrufe zu erzielen, noch besteht ein Anreiz, gefakte Aufleger einzuspielen. Die Einhaltung des signifikant kurz bemessenen Zeitraumes macht also Sinn, wenn die genannten Missbrauchsmglichkeiten nicht erffnet werden sollen. Sogenannte Blitzrunden mit Durchstellungen im 30-Sekunden-Takt suggerieren bessere Chancen und animieren zu einer hheren Einwahlfrequenz. Pausen von 3-4 Minuten sind daher weder zufllig, noch unerheblich."

Die mabb geht darauf mit keinem Wort ein und antwortet am 22.01.2014:
"Die Auswertung der Mitschnitte ergab wie bereits im Antwortschreiben ausgefhrt wurde kleinere Unregelmigkeiten, die in der Gesamtschau als nicht so schwerwiegend angesehen werden, als dass ein frmliches Aufsichtsverfahren eingeleitet werden muss. Dennoch haben wir im Gesprch mit dem Veranstalter erneut darauf hingewiesen."

Schon am 28.08.2012 gab es eine Beschwerde, weil eine Durchstellung erst nach 20 Minuten erfolgte. Auch damals hatte die mabb "das Gesprch mit dem Veranstalter gesucht" und auf die Einleitung eines formellen Aufsichtsverfahrens verzichtet.


Beispiel 3

Eine umfangreiche Beschwerde wegen der Nichteinhaltung der Informationspflichten in den Sendungen von AstroTV gab es bereits am 22.03.2012. Nach einer erneuten Beschwerde stellt die mabb am 23.07.2013 fest:

"Es fehlen in den stndigen Einblendungen Hinweise auf den Ausschluss Minderjhriger." Der Hinweis auf den Ausschluss Minderjhriger hat "durch stndige Einblendung und nicht ersatzweise durch Textlaufbnder zu erfolgen."

"Auf das Textlaufband wird statt den verlangten 10 Minuten lediglich alle 15 Minuten hingewiesen."

"Zudem fehlt der Hinweis auf den Zeitrahmen, in dem die Auswahl einer Nutzerin oder eines Nutzers vorgesehen ist."

"Hierzu werden wir den Anbieter auffordern, die Einblendungen und Hinweise satzungsgem zu korrigieren."


Ein halbes Jahr spter werden diese Informationspflichten immer noch nicht erfllt. Stattdessen legt die mabb am 22.01.2014 bei der positiven Bewertung des Senders noch einmal nach:

"Die mabb begrt die konstruktive Zusammenarbeit seitens der Adviqo AG sowie die von ihnen durchgefhrten Nachbesserungen, und wird weiterhin darauf achten, dass die die Regelungen der GWS vollumfnglich eingehalten werden."

Seitdem ist ein weiteres Jahr vergangen. Die oben genannten Informationspflichten werden in den Sendungen bis heute nicht eingehalten.
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Beschwerde

an die Medienanstalt Berlin-Brandenburg


Seit Anfang 2012 wurden der Medienanstalt Berlin-Brandenburg wiederholt Verste gegen die Gewinnspielsatzung in den Sendungen von AstroTV mitgeteilt.

Auf der Website der mabb heit es:

"Sollte sich die Verstovermutung bestrken, prft die Kommission fr Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK), ob diese Vermutung zutreffend ist und der Sender gegen die medienrechtlichen Bestimmungen verstoen hat. Wird durch die ZAK ein Versto gegen den Rundfunkstaatsvertrag (RStV) oder die Gewinnspielsatzung (GWS) festgestellt, wird durch die Aufsicht fhrende Medienanstalt eine Beanstandung ausgesprochen und ggf. ein Bugeldverfahren gefhrt."

In keinem einzigen Fall wurden Verste gegen die Gewinnspielsatzung bei AstroTV der Kommission fr Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) zur Prfung vorgelegt. Stattdessen wurde durch die mabb jedesmal mitgeteilt, man habe das Gesprch mit dem Veranstalter gesucht und dieser habe Einsicht gezeigt.

Gleichzeitig wird in den Sendungen von AstroTV seit Jahren unverndert gegen dieselben Bestimmungen der GWS verstoen. Wie kann es sein, dass dies der mabb trotz angeblicher eigener Stichproben und Schwerpunktuntersuchungen entgangen ist?


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1

"Es fehlen in den stndigen Einblendungen Hinweise auf den Ausschluss Minderjhriger."

Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 2 Satz 4

"Auf das Textlaufband wird statt den verlangten 10 Minuten lediglich alle 15 Minuten hingewiesen."

Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 und 2

"Zudem fehlt der Hinweis auf den Zeitrahmen, in dem die Auswahl einer Nutzerin oder eines Nutzers vorgesehen ist."

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg stellte am 23.07.2013 die Nichteinhaltung der Bestimmungen der Gewinnspielsatzung wie oben zitiert fest. ber diese Verste wurde die mabb durch eine erste Beschwerde schon am 22.03.2012 informiert, also vor 3 Jahren. Die oben genannten Bestimmungen wurden nie eingehalten und werden bis heute in keiner einzigen Gewinnspielsendung von AstroTV beachtet.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 und Nr. 2 Satz 1

Mndliche Hinweise gem. 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 bis 3 und Nr. 4 bis 6 sind auch zu Beginn und jeweils zur vollen Stunde zu erteilen.

Diese Vorschrift wird weder vom Veranstalter beachtet, noch scheint sie von der Programmaufsicht der mabb verstanden zu werden. Jedenfalls hat die mabb bis heute nichts zur Einhaltung dieser Bestimmungen unternommen. Beschwerden dazu gab es in den Jahren 2012 und 2013.


Versto gegen 9 Abs. 5 GWS

Nach einem Aufleger ist sofort (binnen max. 60 Sekunden) ein weiterer Teilnehmer durchzustellen.

Die mabb hatte am 23.07.2013 entgegen der eindeutigen Bestimmung der GWS mitgeteilt, dass sie eine Durchstellpause von mehr als 4 Minuten nach einem Aufleger fr "nicht so schwerwiegend" hlt. Der Anbieter sieht das offenbar genauso:

In der Sendung "Kosmica" gab es am 26.03.2015 gegen 23.54 Uhr einen Aufleger. Die Regie lie die Anrufer etwa 6 Minuten sich weiter kostenpflichtig einwhlen und spielte whrenddessen sogar noch als Spannungsbogen eine tickende Uhr ein.


Versto gegen 6 Abs. 1 und 7 GWS

Irrefhrende Aussagen ber die Zahl der Nutzer und Vorspiegelung von Zeitdruck.

Am 23.07.2013 stellte die Medienanstalt Berlin-Brandenburg nach der Prfung einer Vielzahl von nachgewiesenen Versten fest:

"Smtliche Aussagen ber das vermeintliche Anruferaufkommen sind [...] in der Regel irrefhrend. [...] Damit lgen bei verschiedenen Moderatoren wiederholte Verste gegen 6 Abs. 1 und 7 GWS vor [...]"

Wie immer fhrte auch dieses Aufsichtsverfahren zu dem immer gleichen Ergebnis:

"Die festgestellten Verste gegen 6 Abs. 1 und 7 GWS werden nach Beanstandung und Anhrung des Anbieters durch die mabb nicht zu einer Beanstandung durch die Kommission fr Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) fhren. Die Einsicht des Anbieters sowie die zugesicherten Schulungen als Manahmen um diese Verste zuknftig abzustellen werden als ausreichend angesehen."

Was die von der mabb seit Jahren attestierte "Einsicht des Anbieters" tatschlich bewirkt hat, zeigte eine Stichprobe in der Sendung von AstroTV am 14.03.2015:

14.33 Uhr - "Es kann natrlich sein, dass sich jetzt gerade niemand einwhlt."

14.47 Uhr - "Wir haben vielleicht nur ein Hndchen voll Zuschauer, die jetzt anrufen."

16.54 Uhr - "Sie sollten sich jetzt mal den Telefonhrer in die Hand nehmen und einwhlen, weil es knnte jetzt gefhrlich nahe kommen. Wir knnten jetzt mit der Beratung dem Klingeln gefhrlich nahe kommen."

Da ist es fast schon mig, noch darauf hinzuweisen, dass auch die mndlichen Informationspflichten in dieser Sendung nicht eingehalten wurden:


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 1 und 2

Abgesehen von den Hinweisen nach 11 Abs. 1 Nr. 4 wurden in der Sendung am 14.03.2015 weder in der Zeit zwischen 14.00 Uhr und 14.30 Uhr, noch in der Zeit zwischen 16.00 Uhr und 16.30 Uhr mndliche Hinweise erteilt, weder zu Beginn, also zur vollen Stunde, noch nach 10 Minuten, 15 Minuten und 20 Minuten.


brigens:

Im Mrz 2012 teilte mir die Landesanstalt fr Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) mit:

"Die Landesmedienanstalten haben sich untereinander [...] verstndigt, dass im Fall von Astro TV die primre Zustndigkeit bei der mabb liegt." [...] "Sofern Sie sich ber Astro TV beschweren mchten, darf ich Sie bitten, sich direkt an die Kollegen der mabb zu wenden."

Das habe ich getan. Unter anderem mit einer Beschwerde am 22. Mrz 2012 ber das Fehlen der Teilnahmebedingungen im Videotext von Das Vierte ( 5 Abs. 1 Satz 2 GWS). Whrend alle anderen Beschwerden aus dem Zustndigkeitsbereich der LfM von der mabb bearbeitet und beantwortet wurden, geschah in diesem Fall gar nichts. Nach 16 Monaten Unttigkeit antwortete die mabb am 23.07.2013:

"Fr das Programm Das Vierte ist nicht die mabb sondern die Landesmedienanstalt in Nordrhein-Westfalen LfM zustndig."

Diese Antwort ist eine dreiste Unverschmtheit.


Wiesbaden, den 08. April 2015
 
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Beschwerde

an die Medienanstalt Berlin-Brandenburg


Sehr geehrte Damen und Herren,

in § 11 der Gewinnspielsatzung heit es:

"Zudem sind diese Hinweise whrend des Spielverlaufs durch ein dauerhaft eingesetztes, deutlich lesbares Textlaufband zu erteilen."

In der Sendung AstroTV am 06.05.2015 in der Zeit von 15-17 Uhr wurde die Schrift im Laufband durch einen grellen farblichen Hintergrund so stark berblendet, dass der Text nicht mehr zu erkennen war. Die berblendung des Textes war extrem und unbersehbar. Trotzdem wurde das Fernsehbild von der Regie whrend der gesamten zwei Stunden nicht korrigiert, obwohl andere Einblendungen in dieser Zeit immer wieder verndert wurden. Somit liegt nicht nur ein eindeutiger Versto gegen die Gewinnspielsatzung vor, sondern es ist auch von Vorsatz auszugehen.

Der Anbieter hat unter der Aufsicht der Medienanstalt Berlin-Brandenburg offensichtlich Narrenfreiheit. Bisher fhrten alle Aufsichtsverfahren zu netten Gesprchen mit dem Anbieter, mit dem Ergebnis, dass oft unmittelbar darauf die gleichen Verste festzustellen waren. Was wollen Sie auf diese Beschwerde diesmal antworten? Dass der zustndige Redakteur nicht in der Lage war, die grelle berblendung des Textlaufbandes zu erkennen, weil er noch auf eine Schulung durch den Anbieter wartete?

Und hier weitere Verste in Serie, damit Sie gar nicht erst auf den Gedanken kommen, dass es sich um einen Einzelfall handeln knnte:

30.04.2015 8-9 Uhr,   01.05.2015 9-11 Uhr,   03.05.2015 22-23 Uhr,   07.05.2015 7-9 Uhr,   09.05.2015 23-24 Uhr,   10.05.2015 1-2 Uhr.

Und noch eine Frage zum Schluss: Woraus ergibt sich eigentlich die Notwendigkeit fr eine animierte Grafik mit lustig herumwuselnden Kreisen als Hintergrund fr die bildschirmfllenden Einblendungen gem. § 11 Abs. 1 Nr. 4 ? Der Text mag, wie in der Gewinnspielsatzung gefordert, lesbar sein, dafr ist die Ablenkung vom vorgelesenen Inhalt, wie offensichtlich vom Anbieter gewollt, perfekt.

Mit freundlichem Gru

Wiesbaden, den 10. Mai 2015
 
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BeitragVerfasst am: Montag, 20.07.2015, 15:00 
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Antwort
 
der Medienanstalt Berlin-Brandenburg


Von: xxx@mabb.de
Gesendet: Dienstag, 30. Juni 2015 10:50
An: xxx@xxx.com
Betreff: Ihre Hinweise Laufbandeinblendungen


Sehr geehrter Herr xxx,

wir haben Ihre Programmbeschwerde bezogen auf die Laufbandschrift, die durch grelle farbliche Hintergrnde stark berblendet gewesen seien, geprft und festgestellt, dass dem Sender AstroTV hier kein Versto vorzuwerfen ist.

Zu diesem Ergebnis gelangten wir nach Sichtung aller von Ihnen benannten Zeitrume. Im Gegensatz zu Ihnen haben wir keine berblendungen oder eingeschrnkt lesbare Laufbandinformationen sichten knnen. Alle Informationen waren uneingeschrnkt lesbar.

Dies schon einmal vorab. Fr die Beantwortung Ihrer weiteren Hinweise bitten wir Sie noch um Geduld.

Wir danken Ihnen und verbleiben.

Mit freundlichen Gren
Rundfunk, Telemedien, Jugendschutz



Von: xxx@xxx.com
Gesendet: Mittwoch, 01. Juli 2015 08:35
An: xxx@mabb.de
Betreff: Re: Ihre Hinweise Laufbandeinblendungen


Sehr geehrte Frau xxx,

vielen Dank fr Ihre E-Mail. Ihre Antwort erstaunt mich allerdings. Wenn alle Informationen uneingeschrnkt lesbar waren, dann msste mein Fernsehgert defekt sein. Knnen Sie mir aus der Ihnen vorliegenden Aufzeichnung der Sendung vom 06.05.2015 in der Zeit von 15-17 Uhr einen Screenshot zur Verfgung stellen?

Mit freundlichen Gren



Von: xxx@xxx.com
Gesendet: Donnerstag, 16. Juli 2015 13:40
An: xxx@mabb.de
Betreff: Re: Ihre Hinweise Laufbandeinblendungen


Sehr geehrte Frau xxx,

darf ich Sie noch mal fragen, ob Sie bereit sind, mir von der Aufzeichnung der Sendung vom 06.05.2015 in der Zeit von 15-17 Uhr einen Screenshot zur Verfgung zu stellen? Ich kann mir berhaupt nicht erklren, wie die unterschiedlichen Bewertungen zustande kommen.

Mit freundlichen Gren



Von: xxx@mabb.de
Gesendet: Freitag, 17. Juli 2015 09:18
An: xxx@xxx.com
Betreff: Re: Ihre Hinweise Laufbandeinblendungen


Sehr geehrter Herr xxx,

im Anhang finden Sie ein paar Screenshots des gewnschten Zeitraums zu Ihrer Verfgung. Wir mchten jedoch darauf hinweisen, dass dies eine Ausnahme ist. Sendemitschnitte stellen wir in aller Regel nicht zur Verfgung.

Mit freundlichen Gren
Rundfunk, Telemedien, Jugendschutz
 


Screenshot in Originalgre hier

 
Der Screenshot wurde also von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg selbst gemacht. Und diese Aufsichtsbehrde schreibt als Antwort auf die Beschwerde vom 10.05.2015

Zitat: "Im Gegensatz zu Ihnen haben wir keine berblendungen oder eingeschrnkt lesbare Laufbandinformationen sichten knnen. Alle Informationen waren uneingeschrnkt lesbar."
 
 
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  12Kinder
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BeitragVerfasst am: Montag, 20.07.2015, 15:16 
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Ganz links und rechts ist der Text in der Tat lesbar Rolling Eyes
Schon sehr hanebchen was die LMA da schreibt, die haben einfach keine Lust der Sache groartig nachzugehen...



R.I.P. 9live: 01.09.2001 - 31.05.2011
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  Geldpaket14
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BeitragVerfasst am: Montag, 20.07.2015, 16:15 
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Bestimmt wrden sie das damit argumentieren, dass ein Laufband ja nicht ber die gesamte Bildschirmbreite gehen muss und es ausreicht, wenn man es nur am Rand lesen kann. Rolling Eyes



Sendungsverantwortlicher Redakteur Tobi: "So jetzt ruft gerade wieder jemand an... aber Leitung nicht getroffen, ich hab ja auch den Knopf noch nicht gedrckt. Schade"
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  Twipsy
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Beitrge: 1069
BeitragVerfasst am: Montag, 20.07.2015, 19:17 
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Dein Fernseher braucht einen Chakrenausgleich, dann kanst Du das Laufband auch wieder einwandfrei erkennen. Very Happy



"Die Medienlandschaft ist schnelllebig. Einfluss auf ihre Gestaltung haben auch die Entscheidungen der BLM."
"'Die Geschichte ist eine Geschichte der Sieger'
sagt das Mammut zum Sbelzahntiger" (Rainald Grebe)
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  Nico
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BeitragVerfasst am: Donnerstag, 03.09.2015, 09:20 
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Diese Liste hat die Medienanstalt Berlin-Brandenburg dem Regierenden Brgermeister von Berlin zur Beantwortung der schriftlichen Anfrage eines Mitgliedes des Berliner Abgeordnetenhauses vorgelegt. Der Abgeordnete hatte gefragt: "Wie viele Beschwerden gab es seit 2010 zur Verletzung der Gewinnspielsatzung?"
 
 

 
Ich suche jetzt in der Liste die Beschwerden ber AstroTV, die seit 2012 in diesem Forum gepostet wurden ... und ich suche ... und suche ... und suche ...   dont know 2
 
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Beitrge: 284
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Montag, 21.09.2015, 13:20 
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Quelle: mabb.de
 

 
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BeitragVerfasst am: Freitag, 25.09.2015, 13:20 
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Im April 2015 gab es zwei Schriftliche Anfragen an den Berliner Senat.
Die Antworten hat die Medienanstalt Berlin-Brandenburg verfasst:

"Gewinnspielsatzung und Aufsichtspflicht der Medienanstalt Berlin-Brandenburg"
Drucksache 17/15954     PDF-Download

"TV-Lebensberatung, Mehrwertnummern, Teleshopping –
Kann die mabb neun live und Co. einen Riegel vorschieben?"

Drucksache 17/15955     PDF-Download
 
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