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Neues Thema erffnen   Neue Antwort erstellen Seite 1 von 1 [12 Beitrge] Das Thema als ungelesen markieren
Ministerium zum "Kleinkinderbelustigungswasser"
ModeratorenCITV_Moderatoren    
Autor Nachricht
  eckberk
Grner geht nicht
Grner geht nicht

Alter: 74
Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 4057
Wohnort: jetzt Berlin
BeitragVerfasst am: Dienstag, 08.12.2009, 23:31 
Titel:  Ministerium zum "Kleinkinderbelustigungswasser"
Thema Beschreibung: 9Live hat „Rechtslage zu Lasten seiner Zuschauer bis an die äußerste Grenze ausgeschöpft“
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"Kleinkinderbelustigungswasser"
Ich setze hier mal das Antwortschreiben des Ministeriums gesondert rein, weil es recht ausfhrlich ist. Einen Kommentar erspare ich mir erstmal:

Papierener Antwortbrief vom:
-----------------------------------------------------------------------------------
Bayerisches Staatsministerium fr Wissenschaft, Forschung und Kunst
4.12.2009

Gewinnspiele beim TV-Sender 9live

Sehr geehrter...

(...) Ihr an Herrn Staatsminister Dr Heubisch gerichtetes Schreiben vom 21. August 2009, mit dem Sie auf vermutliche Verste des Senders 9live (...) aufmerksam gemacht haben, (...)

(...) Das Staatsministerium fr Wissenschaft, Forschung und Kunst hat Ihr Schreiben zum Anlass genommen, die Bayerische Landeszentrale fr neue Medien (BLM) um berprfung des Sachverhalts und um Mitteilung der veranlassten Manahmen zu bitten. Auerdem wurde (...) die Staatsanwaltschaft (...) ber den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt.

In ihrer Stellungnahme teilt die BLM mit, dass 9live darauf hingewiesen habe, dass das Wort "Kleinkinderbelustigungswasser" (...) im Duden, Groes Wrterbuch der deutschen Sprache, nachgewiesen und in der Jugendsprache scherzhaft als Synonym fr Limonade o.. benutzt werde.

Dieses Groe Wrterbuch der deutschen Sprache (...), ein mehrbndiges Werk mit einem recht hohen Anschaffungspreis, ist z.B. in der Stadtbibliothek Mnchen ffentlich zugnglich. Damit drfte das Groe Wrterbuch der deutschen Sprache als allgemein zugngliches Nachschlagewerk im Sinn von 9 Abs. 3 der Gewinnspielsatzung anzusehen sein. (...)

Da das Groe Wrterbuch der deutschen Sprache zumindest in einigen ffentlichen Bibliotheken (wie zB der Stadtbibliothek Mnchen) eingesehen werden kann, drfte dieses Nachschlagewerk das (...) Merkmal der allgemeinen Zugnglichkeit noch erfllen.

Auch kann 9 Abs. 3 der Gewinnspielsatzung nicht entnommen werden, dass der gesuchte Begriff in mindestens zwei Nachschlagewerken zu finden sein muss. Zwar spricht die Vorschrift von "Nachschlagewerken", doch bezieht sich die Verwendung dieses Plurals ersichtlich auf die ebenfalls im Plural verwendeten "Wortfindungsspiele". Damit ist es vom Wortlaut der Vorschrift auch gedeckt, wenn der gesuchte Begriff je Wortfindungsspiel in einem allgemein zugnglichen Nachschlagewerk enthalten ist.

Mangels eindeutig feststellbaren Rechtsverstoes besteht (...) damit keine Mglichkeit, diese Gestaltung des Gewinnspiels zu beanstanden.
(...)
9live hat mit dem von Ihnen geschilderten Gewinnspiel die geltende Rechtslage zu Lasten seiner Zuschauer bis an die uerste Grenze ausgeschpft. Da ein eindeutiger Rechtsversto nicht festgestellt werden kann, gehe ich auch nicht davon aus, dass die zustndige Staatsanwaltschaft das Verhalten der Verantwortlichen von 9live strafrechtlich verfolgen wird (...).

Dass dieses Ergebnis fr Sie und viele andere Zuschauer nicht befriedigend ist, ist auch der BLM bewusst Rolling Eyes Rolling Eyes Rolling Eyes . Sie wird den Vorgang deshalb in die bundesweite Abstimmung der Landesmedienanstalten einbringen, um eine gemeinsame Aufsichtspraxis zu gewhrleisten. Die BLM wird dabei verschiedene Mglichkeiten zur Diskussion stellen, wie solche Gestaltungen in Zukunft verhindert oder zumindest erschwert werden knnen. Rolling Eyes

Das Bayerische Staatsministerium der Justiz und fr Verbraucherschutz und die BLM erhalten einen Abdruck dieses Schreibens.

Mit freundlichen Gren
Xx
Ministerialrat




"37 Prozent aller Mnner tuschen beim Onanieren den Orgasmus nur vor"
(Schlagzeile einer englischen Boulevard-Zeitung)

"Hallchen! Wer ist denn am Telefnchen??"
(FDW Lbling)

.
  Antworten mit Zitat                             Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren eckberk ist zur Zeit offline 
  Jigsaw
Grner geht nicht
Grner geht nicht

Alter: 46
Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 2015
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 09.12.2009, 01:40 
Titel:
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Ich finde es skandals.
Das Lexikon ist allgemein zugnglich, aber nicht ausleihbar.
Wie stellen sich die Herren das vor? Soll ich whrend des Spiels (welches schon nach 30 Minuten zu Ende sein kann) zur Bibliothek fahren, dort in diverse teure Lexika blttern und alle mglichen Wrter niederschreiben?
Dann zurck nach Hause, anrufen, anrufen und anrufen, bis man mal durchgestellt wird, um dann eine der zigtausend Lsungsmglichkeiten zu nennen?

Alternativ kann man ja alle mglichen Lexika anschaffen, um auf ein Spiel vorbereitet zu sein. Ein Vorteil ist das aber dennoch nicht.

Ich kapier das nicht. Wieso legt man sich nicht einfach auf den Duden fest, und fertig?

Und was ist, wenn 9Live ein Lexikon findet, das bundesweit nur in einer Bibliothek steht, und sich von dort ein Wort schnappt? Es ist allgemein zugnglich. Aber das kann doch nicht das Kriterium sein. Faire Bedingungen fr alle Teilnehmer sind das nicht.



"Fernsehen bildet. Immer wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese."
Groucho Marx
  Antworten mit Zitat                             Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Jigsaw ist zur Zeit offline 
  E.R.PEL
CITV.NL Moderator

Alter: 40
Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 7272
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 09.12.2009, 06:33 
Titel: Re: Ministerium zum „Kleinkinderbelustigungswasser"
Thema Beschreibung: 9Live hat „Rechtslage zu Lasten seiner Zuschauer bis an die äußerste Grenze ausgeschöpft“
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« eckberk » hat Folgendes geschrieben:

Mangels eindeutig feststellbaren (...)
(...) eindeutiger Rechtsversto nicht festgestellt (...)
---
Sie wird den Vorgang deshalb in die bundesweite Abstimmung der Landesmedienanstalten einbringen, um eine gemeinsame Aufsichtspraxis zu gewhrleisten. Die BLM wird dabei verschiedene Mglichkeiten zur Diskussion stellen, wie solche Gestaltungen in Zukunft verhindert oder zumindest erschwert werden knnen. Rolling Eyes

Schon der Ansatz ist verkehrt...

Wie kann man als reglementierende Anstalt...der man "jngstens" erweiterte Macht verliehen hat...so vorgehen...?

Es geht doch gar nicht darum (zumindest sollte es nicht)...einen Konsens mit dem Sender zu finden...als mehr darum...klare und vor allem eindeutige Regeln festzulegen... Nur das ist die Aufgabe...

Die BLM gibt sich mit ihren...schon von Beginn an weit auslegbaren...Vorschriften mal wieder selbst der Lcherlichkeit preis... Dem Sender ist fast nicht mal ein Vorwurf zu machen... ...handelt dieser schlielich nur in seinem Interesse...

...oder vielleicht doch auch in denen Anderer... ...man wei es nicht...
...den Eindruck jedenfalls...dass es so ein knnte...wird man nur schwer los...
In Anbetracht des jahrelangen Nichtstuns und Nichtsunternehmens und hchstens mal mit dem "Du-Du-Finger" drohen der BLM...sollte das allerdings auch verstndlich sein... ...diesen Eindruck nicht komplett aus seinen Gedanken wischen zu knnen...
  Antworten mit Zitat                             Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren E.R.PEL ist zur Zeit offline 
  12Kinder
Legende
Legende

Alter: 45
Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 1114
Wohnort: Oldenburg
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 09.12.2009, 07:03 
Titel:
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Hm, das heit wenn 9live seine Vornamen sucht, und dann wieder die unmglichsten afrikanischen Namen auflst, ist dies dennoch okay, weil diese Namen in einem Bchlein von 1875 gelistet sind, welches in jeder gut sortierten Busch-Bibliothek in Nigeria noch ausleihbar ist? Verrckte Welt... Rolling Eyes



R.I.P. 9live: 01.09.2001 - 31.05.2011
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  GeorgeOrwell
Ratefuchs
Ratefuchs

Alter: 48
Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 159
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 09.12.2009, 10:39 
Titel:
Thema Beschreibung: Duden
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Hat eigentlich jemand einmal nachgeschlagen, welchen etymologischen Hintergrund das "Kleinkinderbelustigungswasser" hat. Norddeutschland, Sddeutschland, oder gar Ostpreuen? Wink

Ich bin fast der Meinung, dass dieses Wort noch nie ein Deutscher gehrt hat.
Zudem ist es als kolloquialer Ausdruck, oder Dialektausdruck (wenn es denn einer ist) zu lang, da in diesen Fllen meist krzere Ausdrcke verwenden werden.

Das bringt uns zum Problem der Groen Nachschlagewerke, sollte ein Wort schon deshalb aufgenommen werden weil es, zwei Personen in einem Dorf mit 15 Einwohnern vor hundert Jahren verwendet habe.

Meine Oma sagte immer zu Mineralwasser "nackerter Sprudel", hab ich auch nirgends gehrt, also eine Wortschpfung meiner Oma selbst. Sollte die dann auch im groen Nachschlagewerk stehen.

Na|cker|ter Spru|del, der; -s, Kosenamen von Oma Hagedorn aus Breitenbrunn (Oberpf.) fr stark Kohlensurehaltiges Mineralwasser.
  Antworten mit Zitat                             Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren GeorgeOrwell ist zur Zeit offline 
  Nobbse
Mehrfachgewinner
Mehrfachgewinner



Beitrge: 126
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 09.12.2009, 10:43 
Titel: Re: Ministerium zum „Kleinkinderbelustigungswasser"
Thema Beschreibung: 9Live hat „Rechtslage zu Lasten seiner Zuschauer bis an die äußerste Grenze ausgeschöpft“
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« eckberk » hat Folgendes geschrieben:
... Sie wird den Vorgang deshalb in die bundesweite Abstimmung der Landesmedienanstalten einbringen, um eine gemeinsame Aufsichtspraxis zu gewhrleisten...


Sollten wir hier die Gelegenheit nutzen, den digitalen Rstigraben berwinden und uns hier einhaken?

Das Forum knnte (in einem eigenen Thread) an der Formulierung eines gemeinsames Schreibens arbeiten, in dem wir uns nicht an einzelnen Vorfllen aufgeilen, sondern die aus unserer Sicht desolate Gesamtsituation verallgemeinernd beschreiben, begrnden, warum der Gesellschaft durch diese Geschftsmodelle mehr Schaden (Werteverfall, Verschuldung, ...) entsteht als sie durch Nutzen (Arbeitspltze) gewinnt und den LMAs prinzipielle Wege aufzeigen, diesen Augiasstall in den Griff zu bekommen. Z.B. Statt sich an immer feiner granulierten Spielbeschreibungen aufzureiben, die auf immer noch feiner granulierte Umgehungsmanahmen stossen - endlich explizit die nderungen der gesetzlichen Situation bei der Politik einfordern ( "Call-In raus aus dem Rundfunk-Staatsvertrag" ) . Nicht nur Bugelder verhngen, sondern explizit Warnungen an die ffentlichkeit abgeben, dass die Geschftsmodelle der Call-In-Betreiber so intransparent sind, dass von Telefonanrufen dringend abgeraten werden mu. Feststellungen wie "Rechtslage zu Lasten seiner Zuschauer bis an die uerste Grenze ausgeschpft" haben von den LMAs nicht nur als Antwort auf eine private Beschwerde zu fungieren, sondern mssen offensiv und transparent in die politische ffentlichkeit getragen werden, damit endlich eine Anpassung der juristischen Rahmenbedingungen an das Rechtsgefhl der berwiegenden deutschen Mehrheit angepasst werden kann und politische Erfolge/ Misserfolge daran gemessen werden knnen usw.

Sollte dieser ganze Call-In-Augiasstall nur deswegen von den LMA toleriert werden, weil man serisen Kanlen serise Sendungen erlauben will, die serise Einnahmen produzieren, weise man sie auf den steten moralischen Werteverfall dieser Sendungen hin...

Link: FAZ-Community

und frage nach wie lange man noch so etwas tolerieren will...

Sowie wir eine Formulierung gefunden haben, die einigermassen kurz und bndig ist (mehr als eine DIN A4 -Seite sollte es nicht werden) und auf die wir uns in der Mehrheit einigen knnen, sollten wir diese in einer konzertierten Aktion sowohl in klassischer Papierform (als auch als e-Mail) an ALLE LMAs und an die ALM schicken, und in einem Begleitschreiben einfordern, dass dieser offene Brief bei der nchsten gemeinsamen Sitzung laut vorzulesen ist! Gleichzeitig sollten wir dann bei der Durchfhrung dieser konzertierten Aktion alle Tageszeitungen (berregional, regional, lokal) ber diese Aktion informieren!

Diese Aufgabe lsst sich bestimmt auf die Forenuser verteilen, ich wrde z.B. Mannheimer Morgen und Rheinpfalz bernehmen.

Edit Callpassive: Code fr Link korrigiert.
  Antworten mit Zitat                             Diese Nachricht und die Folgenden als ungelesen markieren Nobbse ist zur Zeit offline 
Verschoben am: Mittwoch, 09.12.2009, 12:33 Uhr von Callpassive
Verschoben von 9LIVE LIVEDISKUSSION nach Antworten der LMA
  Callpassive
CITV.NL Moderator


Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 2497
Wohnort: Ruhrgebiet
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 09.12.2009, 13:08 
Titel:
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« Nobbse » hat Folgendes geschrieben:
... und den LMAs prinzipielle Wege aufzeigen, diesen Augiasstall in den Griff zu bekommen.

Super Vorschlag, denn von alleine wrden die LMAen ja nie darauf kommen. Rolling Eyes
Und User dieses Forums bombadieren die LMAen ja auch nicht schon seit Jahren mit kritischen Informationen ber CI. Rolling Eyes

« Nobbse » hat Folgendes geschrieben:
... weise man sie auf den steten moralischen Werteverfall dieser Sendungen hin.

Rate mal, wie sehr die LMAen an dem "moralischen Werteverfall" im Fernsehen interessiert sind. Genau - wenig bis gar nicht. Wenn sie daran interessiert wren, gbe es keine Nachmittagstalkshows, keine Gerichtsshows, kein Asto-TV, keine Formate wie "Bauer sucht Frau" oder "Frauentausch" und wie sie alle heien.

Die LMAen sind noch nie drastisch eingeschritten, wenn es um Moral oder allgemeine Werte im Fernsehen geht. Es gab mal ein kurzes Aufflackern, wie z.B. bei DSDS, aber letztendlich ist alles geblieben wie immer. Warum sollten sie also ausgerechnet bei CI damit anfangen? Warum sollte sie nach jahrelanger Grbelphase eine Satzung fr CI aus dem Hut zaubern, wenn sie CI kurz darauf verbieten, indem sie es aus dem Fernsehen verbannen?

Neee - die LMAen werden weiterhin dafr sorgen, dass rentable Sendungen und Geschftsmodelle gesendet werden drfen. Notfalls wird ein Geschftsmodell, wie eben bei CI, mit einer Satzung ein klein wenig eingeschrnkt. Das hat den Vorteil, dass auch die Kritiker etwas verstummen und man sich selber gut als Regulierer darstellen kann. Aber ich glaube kaum, dass ber ein Verbot von CI innerhalb der LMAen/ZAK jemals nachgedacht wurde.

Glaub mir, die LMAen/ZAK wissen, was bei CI passiert. Und aufgrund der sehr starken Lobby halten sie schtzend ihre Hnde ber CI und andere Geschftsmodelle im Fernsehen.



Wir sind alle Individuen
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  Nobbse
Mehrfachgewinner
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Beitrge: 126
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 09.12.2009, 15:38 
Titel:
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« Callpassive » hat Folgendes geschrieben:
Rate mal, wie sehr die LMAen an dem "moralischen Werteverfall" im Fernsehen interessiert sind. Genau - wenig bis gar nicht.
naja es gab ja dieses Jahr "immerhin" ein fnfseitiges Thesenpapier, in dem sie sich zumindest daran interessiert zeigten, jegliche Verantwortlichkeit fr die aktuell desolate Situation von sich abzuwlzen und moralisch auf die Veranstalter zu wlzen - mit dem etwas hilflosen Hinweis auf wirtschaftliche Nachhaltigkeit.

Es geht mir nicht darum, die LMAs zu beeinflussen. Mir ist klar, dass da so gut wie nichts mehr passiert. Hchstens kommt noch jemand auf die Idee, als Schweigegeld einen kleinen Anteil der eingetriebenen Bugelder dem Forum fr seine Auslagen zur Verfgung zu stellen. (Apropos - was passiert mit denen eigentlich... ) Mir geht es vielmehr darum, durch eine konzertierte Aktion unseres Forums dieses Thema von der digitalen in die klassische Medienwelt zu bringen. Wenn jeder kleine Skandal fr sich zu unwichtig ist, in die Print-Landschaft durchzudringen, (weil es ja auch laut LMA so wenig Zuschauerkritik gibt) muss man es eben mit Masse probieren - zu einem ausgewhlten Thema - und das muss man sich sorgfltig aussuchen.

Das Kleinkinderbelustigungswasser und die in ihrer juristisch imprgnierten Art erwachsenenbelustigende Antwort darauf mag hier sogar besser funktionieren als ein Stirnlappenbasilisk oder ein Stearinlicht und offenbart doch ganz klar, woran es in Deutschland hapert. Ein klassischer Printjournalist kann mit diesem Offizialschreiben mehr anfangen als mit youtube-videos.

Wenn es immer wieder vorkommt, dass die geltende Rechtslage zu Lasten der TV-Zuschauer bis an die uerste Grenze (und moralisch schon lange darber hinaus) ausgeschpft wird, ohne dass sich die LMAs VON SELBST zu Wort melden - dann luft etwas komplett schief - und es obliegt auch dem Journalismus, sich darum zu kmmern und politische nderungen einzufordern.
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  istwohlso
Schokokuss
Schokokuss



Beitrge: 389
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 09.12.2009, 21:00 
Titel: Re: Ministerium zum „Kleinkinderbelustigungswasser"
Thema Beschreibung: 9Live hat „Rechtslage zu Lasten seiner Zuschauer bis an die äußerste Grenze ausgeschöpft“
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« eckberk » hat Folgendes geschrieben:
die geltende Rechtslage zu Lasten seiner Zuschauer bis an die uerste Grenze ausgeschpft


Das gilt (nicht nur) bei 9live doch mittlerweile fast fr das komplette Call-TV-Programm und ist leider nicht die Ausnahme.
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  sauerwerder
Veteran
Veteran

Alter: 52
Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 820
BeitragVerfasst am: Donnerstag, 10.12.2009, 00:39 
Titel:
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Gut, lassen wir also Jugendsprache auch noch zu. Und dann auch noch seltene Tiere, wie die Steinlaus. Findet man auch in diversen Nachschlagewerken.
Ist zwar eine reine Erfindung, dieses possierliche Tierchen, aber drfte keine Rolle spielen.
Arzt
Einige Verlage bauen brigens absichtlich irgendeinen ausgedachten Begriff in ihr Nachschlagewerk ein. Grund ist zum einen eine gewisse Eitelkeit der Autoren/Lektoren/Verleger, die sich damit ein Denkmal in ihren Kreisen setzen wollen, zum anderen hat es aber auch eine ernster zu nehmende Funktion: Wird irgendwann ein solches Werk kopiert und unter fremder Flagge verkauft, lsst sich so der Ursprung erkennen.

Somit ist es fr die Verlage einfacher zu beweisen, dass illegale Kopien der eigenen Werke in Umlauf sind. Nur solche Kopien haben nmlich in der Regel unwissentlich auch diesen absichtlich eingestreuten Schwachsinnsbegriff bernommen.
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  DerFriese
CITV.NL Moderator


Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 3179
BeitragVerfasst am: Donnerstag, 10.12.2009, 08:41 
Titel: Re: Ministerium zum „Kleinkinderbelustigungswasser"
Thema Beschreibung: 9Live hat „Rechtslage zu Lasten seiner Zuschauer bis an die äußerste Grenze ausgeschöpft“
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« eckberk » hat Folgendes geschrieben:
die geltende Rechtslage zu Lasten seiner Zuschauer bis an die uerste Grenze ausgeschpft


klasse, wie tolerant der staat sein kann...usserste grenze...
die wrde ich gerne auch mal beim zu schnell fahren oder falsch parken erreichen, anstatt immer gleich ein ticket zu kassieren...
lieber wre es mir, wenn ich im halteverbot zulange stehe, dass herr schneider neben mir den finger hebt und sagt:
"du..du...du bist moralisch nicht ganz in ordnung"
und ich dann anschliessend von der bussgeldbehrde ein schreiben bekommen wde, ich htte die parkzeit nun wirklich bis zur ussersten grenze ausgereizt....

aber nein, die realitt sieht anders aus...
aktuell liegt ein schreiben inklusive foto aus bremen und eines aus hamburg hier....die wollen mich tatschlich bestrafen und geld haben....

schade


gru
der friese



Neulich, im Wetterbericht:
"...gegen Abend wird es zunehmend dunkler...."
Shocked
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  Callpassive
CITV.NL Moderator


Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 2497
Wohnort: Ruhrgebiet
BeitragVerfasst am: Donnerstag, 10.12.2009, 09:21 
Titel:
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« Bayerische Staatsministerium » hat Folgendes geschrieben:
Mangels eindeutig feststellbaren Rechtsverstoes besteht (...) damit keine Mglichkeit, diese Gestaltung des Gewinnspiels zu beanstanden.

Ich bin mal so frei und bersetze den Satz des Bayerischen Staatsministeriums:

"Mangels eindeutig feststellbaren Interessen der LMAen/ZAK an klaren Regeln fr Wortfindungsspielen lassen wir alles so, wie es ist."

Die Suche nach abgeklebten Begriffen gibt es in CI-Sendungen schlielich nicht erst seit gestern. Es ist auch nicht direkt neu, dass bei diesen Spielen vllig abwegigen Begriffe gesucht werden, von denen kaum jemand jemals etwas gehrt hat. Dazu mal ein Vergleich des Wortlauts aus der alten Gewinnspielsatzung vom Juni 2007 und der entsprechende Artikel aus der momentan gltigen Satzung:

Zitat:
Im Rahmen von Wortfindungsspielen drfen nur Begriffe verwendet werden, die enthalten sind – als Print oder CD-ROM Ausgabe – in:
- allgemein zugnglichen, mehrbndigen Nachschlagewerken (z. B. Duden, Brockhaus) und/oder
- allgemein zugnglicher, einschlgiger Fachliteratur.



Bei Wortfindungsspielen drfen nur Begriffe verwendet werden, die in allgemein zugnglichen Nachschlagewerken oder allgemein zugnglicher Fachliteratur enthalten sind.

Die LMAen sind seit Jahren ber die Unlsbarkeit bei Wortfindungsspielen informiert. Die seit Februar 09 gltige Satzung wre eine Mglichkeit gewesen, um diesem Treiben ein Ende zu setzen. Ein einfacher Zusatz "... mssen im Duden oder Brockhaus aufgefhrt sein ..." htte gereicht.

Ich nehme mal an, dass die CI-Veranstalter bei einer solchen Formulierung sofort auf die Barrkiaden gehen wrden. Denn das wrde ein hohes Risiko fr sie bedeuten, wenn sie solche Rtsel mit hohen Gewinnsummen spielen. (Falls die Lsungsumschlge stndig im Bild sind). Diese Wortfindungsspiele sind seit Jahren fester Bestandteil jeder CI-Sendung und scheinen wohl einigermaen hohe Anruferzahlen zu bringen. Damit das Geschftsmodell weiter funktioniert und die Zuschauer mit dieser Art von Rtsel weiter abgezockt werden drfen, bernehmen die LMAen die Formulierung aus den alten GewSpReg in die Satzung und gut ist.

Regulierung ist ja schn und gut. Aber doch bitte nicht an den Stellen, wo es richtig weh tut. Cool


@ 12 Kinder
Gute Frage - kurze Antwort: Ja
Es wird noch nicht mal eingeschrnkt, ob die Begriffe aus der deutschen Sprache kommen mssen oder in welchem Land die Nachschlagewerke zu finden sein mssen. Die Formulierung in der Satzung ist dermaen weit gefasst, dass man sie genauso gut htte streichen knnen.

« Bayerische Staatsministerium » hat Folgendes geschrieben:
9live hat mit dem von Ihnen geschilderten Gewinnspiel die geltende Rechtslage zu Lasten seiner Zuschauer bis an die uerste Grenze ausgeschpft.

hhhm - das ist eine Voraussetzung fr Call-In und seit Jahren "Teil des Spiels". Deshalb gibt es ja die Satzung, um mit konkreten Formulierungen dagegen vorgehen zu knnen. Auslachen von rechts



Wir sind alle Individuen
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