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Astro TV und die Gewinnspielsatzung - Teil 1
ModeratorenCITV_Moderatoren    
Autor Nachricht
  Nico
Schokokuss
Schokokuss


Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 368
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Sonntag, 15.07.2012, 23:25 
Titel:
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« Callpassive » hat Folgendes geschrieben:
Auerdem setzt das voraus, dass unsere Medienanstalten Interesse an Vernderungen beim Beratungsfernsehen htten.

Es wre ja schon mal ein Anfang, wenn die Medienaufsicht wenigsten die Einhaltung einfachster Grundregeln der Gewinnspielsatzung durchsetzen wrde.

« Medienanstalten Programmaufsicht » hat Folgendes geschrieben:
Auf Basis des Rundfunkstaatsvertrages und anhand der Gewinnspielsatzung (GWS) und des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) untersuchen die Fachreferenten/-innen der Landesmedienanstalten die Programmpraxis des privaten Rundfunks kontinuierlich. Dies geschieht durch parallele Schwerpunktuntersuchungen, durch anlassbezogene Untersuchungen oder auch durch konkrete Programmbeschwerden der Zuschauer.

Dass die Medienaufsicht die Programmpraxis des esoterischen Beratungsfernsehens anhand der Gewinnspielsatzung kontinuierlich untersucht, halte ich fr ein Gercht. Genau das machen unsere Medienwchter eben nicht: Einfach mal den Fernseher einschalten, ein paar Sendungen ansehen und in eigener Initiative fr die Einhaltung der Gewinnspielsatzung sorgen.

Bis heute wird in jeder dieser Sendungen gegen Bestimmungen der Satzung verstoen. Von der Medienaufsicht wird nichts davon beanstandet.

Man muss nach diesen Versten gar nicht suchen. Man stolpert einfach drber, wie gestern beim Zappen: Informationspflicht nach 10 Abs. 1 Nr. 5 GWS, der Hinweis auf die Tatsache, dass nicht jede entgeltpflichtige Teilnahme zur Auswahl der Nutzerin oder des Nutzers fhrt. Dazu heit es in den Anwendungsregeln: Mndliche Hinweise mssen wertfrei gesprochen werden. Und so sieht dieser wertfreie Hinweis dann aus: "Nicht jeder kann hier durchkommen, aber fast jeder." (Astro TV Live 15.07.2012 15:31)

Ich habe Verstndnis dafr, dass die Prfung einer Beschwerde auch lngere Zeit in Anspruch nehmen kann, wenn zum Beispiel mehrere Sendungsmitschnitte angefordert und gesichtet werden mssen. Ich habe aber berhaupt kein Verstndnis dafr, wenn zu einer Beschwerde, fr deren Bearbeitung man eine halbe Stunde braucht, nach fast einem halben Jahr immer noch keine Antwort vorliegt. Das grenzt an Verweigerung und an Vorsatz.
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  Nico
Schokokuss
Schokokuss


Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 368
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Donnerstag, 23.08.2012, 15:10 
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Seit Anfang des Jahres wird Astro TV von den Landesmedienanstalten als Gewinnspiel eingestuft.

Auf die Einhaltung der Gewinnspielsatzung wird allerdings bis heute geschissen weitgehend verzichtet.

Ein Beispiel:

Informationen ber das Auswahlverfahren haben in einem bildschirmfllend eingeblendeten deutlich lesbaren Text am Anfang der Sendung und im Zeitabstand von 60 Minuten zu erfolgen.

Diese Vorschrift bedeutet eine, wenn auch kurze Unterbrechung der Sendung und das ist von den Verfassern der Gewinnspielsatzung auch sicher so gewollt, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die Informationen zu lenken.

Bei Astro TV unterluft man diese Vorschrift, indem man die Informationen nur etwa halb so gro einblendet und in letzter Zeit immer hufiger neben der Einblendung auch noch die laufende Beratung zu sehen ist.

Und das seit vielen Monaten vllig unbeanstandet unter den Augen der Medienaufsicht.





E-Mail an die Medienanstalt Berlin-Brandenburg:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor mehr als einem halben Jahr ging an die Bayerische Landeszentrale fr neue Medien eine Beschwerde wegen dem Nichterfllen der Bestimmungen nach 11 Abs. 1 Nr. 4 GWS in den Sendungen von Astro TV Live.

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg erhielt dazu Ende Mrz ebenfalls eine Beschwerde mit dem Hinweis, dass die Bestimmung, entsprechend den Anwendungsregeln 11.1.2 Satz 7, in allen Sendungen von Astro TV Live nicht beachtet wird.

Die Medienaufsicht htte den Sachverhalt jederzeit durch eigene Ansicht einer aktuellen Sendung feststellen und den Veranstalter zur Einhaltung der Gewinnspielsatzung auffordern knnen.

Darf ich Sie fragen, was Sie als zustndige Medienaufsicht seit nunmehr 5 Monaten daran hindert, die Einhaltung dieser Bestimmung durchzusetzen?

Mit freundlichen Gren
23.08.2012 9:50




Die Medienaufsicht ...

... bei der Arbeit.





Gewinnspielsatzung 11 Abs. 1 Nr. 4

Die Erluterungen gem. 10 Abs. 2 haben sowohl mndlich als auch durch einen zeitgleich fr mindestens 30 Sekunden bildschirmfllend eingeblendeten deutlich lesbaren Text zumindest am Anfang jeder Sendung sowie jeweils im Zeitabstand von 60 Minuten zu erfolgen.

Erluternde Ausfhrungen 11.1.2 Satz 7

Eine bildschirmfllende Einblendung der Informationen nach 11 Abs. 1 Nr. 4 der GWS setzt voraus, dass mindestens 2/3 des Bildschirmes mit den gut lesbaren Informationen ausgefllt sind.
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  daue
Rindenfloh
Rindenfloh

Alter: 40

Beitrge: 23
BeitragVerfasst am: Freitag, 24.08.2012, 10:29 
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Hallo Nico,

am meisten wundert mich, dass es berhaupt keine Pressemitteilung bezglich der Gewinnspielsatzung und AstroTV gibt. ber google konnte ich zumindest nichts dergleichen finden.

Zu 9live findet man einige Artikel zu dem Thema Gewinnspielsatzung und Medienaufsicht. Der letzte Eintrag den ich zum Thema finden konnte bezieht sich auf sport1.

Medienanstalten.de

Deine Beitrge lassen darauf schlieen, dass Du Insider wissen hast, oder dem Thema sehr nahe stehst. Weit Du hier mehr? Woher kommt Deine Information, dass AstroTV der Gewinnspielsatzung unterliegt?

Viele Gre
daue


Edit Callpassive: Link eingebunden.
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  Nico
Schokokuss
Schokokuss


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Beitrge: 368
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Freitag, 24.08.2012, 16:20 
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@ daue

« daue » hat Folgendes geschrieben:
Woher kommt Deine Information, dass AstroTV der Gewinnspielsatzung unterliegt?

Die Justitiarin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg hat das hier am 10.01.2012 im Forum mitgeteilt.

« daue » hat Folgendes geschrieben:
... am meisten wundert mich, dass es berhaupt keine Pressemitteilung bezglich der Gewinnspielsatzung und AstroTV gibt.

Stimmt, eine solche Mitteilung gibt es bis heute nicht. Callpassive hatte damals schon nach einer Pressemitteilung gefragt. Eine Antwort gab es dazu nicht.


Mir war zu dem Zeitpunkt vor allem wichtig, dass die Gewinnspielsatzung auch auf die Sendungen von Astro TV angewendet werden konnten, denn das ist besser, als gar keine Regeln und das sehe ich auch jetzt noch so.

Man kann inzwischen aber durchaus erste Zweifel haben, ob die Medienaufsicht die Bestimmungen der Gewinnspielsatzung wirklich konsequent auf das sogenannte Beratungsfernsehen anwenden wird oder in welchem Umfang man sich eigene Interpretationen dieser Bestimmungen im Bezug auf Astro TV vorbehlt.

Ein engagiertes Vorgehen der Medienaufsicht ist jedenfalls nicht zu erkennen und das wrde mglicherweise auch das Fehlen einer Pressemitteilung erklren. Ich wiederhole das an dieser Stelle gerne noch mal: Wenn die Medienaufseher an der Einhaltung der Bestimmungen der Gewinnspielsatzung in den Sendungen von Astro TV Live interessiert sind, dann sollen sie sich selber die laufenden Sendungen ansehen und nicht auf Beschwerden warten (fr deren Bearbeitung sie dann wieder Jahre brauchen).

Ob die Sendungen von Astro TV Live wirklich Gewinnspiele sind, ist sowieso noch nicht endgltig ausdiskutiert. Wieso kommt es auf einmal nicht mehr darauf an, dass der Anrufer eine Aufgabe erfllen muss, die von ihm in irgendeiner Weise Geschicklichkeit oder Denkvermgen abverlangt?

Und auch wenn es bei der zurzeit laufenden Strafanzeige um etwas anderes geht, zeichnet sich schon ab, dass es berhaupt keine nachprfbaren Kontrollmechanismen fr diese Art von Gewinnspielen gibt. Das wird der ffentlichkeit auf Dauer kaum zu vermitteln sein.
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  Callpassive
CITV.NL Moderator


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Beitrge: 2471
Wohnort: Ruhrgebiet
BeitragVerfasst am: Sonntag, 26.08.2012, 11:30 
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« Nico » hat Folgendes geschrieben:
Auf die Einhaltung der Gewinnspielsatzung wird allerdings bis heute geschissen weitgehend verzichtet.

Bestimmt fhrt die zustndige Medienaufsicht hinter den Kulissen Gesprche mit Astro TV. Und zwar intensive Gesprche. Gut - danach bleibt alles wie es ist, aber man hat mal darber gesprochen. Laughing

Es wird immer offensichtlicher, dass die MABB kein Interesse an einer Mitteilung ber die Satzung bzgl. der Anwendbarkeit auf das Beratungsfernsehen hat. Denn dann msste man sich in der Praxis damit auseinandersetzen und das wrde nur unntige Arbeit und Aufmerksamkeit bedeuten. Auerdem ist die MABB ja nicht fr den Verbraucherschutz zustndig und die Freiheit des Rundfunks darf will man nicht zu sehr einschrnken.

« Nico » hat Folgendes geschrieben:
Das wird der ffentlichkeit auf Dauer kaum zu vermitteln sein.

Irgendwann wird es vielleicht einen Fall geben, bei dem ein Anrufer auf Grund der Tipps der "Berater" drastisch zu Schaden kommt. Dieser Fall geht durch die Presse. Dann werden alle aufschreien und fragen, wie so etwas passieren konnte und ob die Medienaufsicht nicht vorher htte eingreifen mssen. Vielleicht wird in diesem Fall ber die Anwendbarkeit der Satzung gesprochen, vielleicht sogar grundstzlich ber den Sinn von "Beratungssendungen". Und vielleicht wird danach (neben einigen unbedeutenden Vernderungen) wieder alles so bleiben, wie es vorher war.

Wenn ich etwas aus der Entstehung der Gewinnspielsatzung gelernt habe, dann ist es, dass so etwas nur mglich ist, wenn es massiven Druck von auen gibt. Ist dieser Druck nicht vorhanden, passiert genau nichts. Wenn ich bei Google nach "Gewinnspielsatzung" und "Astro TV" suche und die Ergebnisse auf das letzte Jahr beschrnke, erhalte ich 4 Treffer, von denen 2 irrelevant sind. Soviel zum Druck von auen.



Wir sind alle Individuen
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  Nico
Schokokuss
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Beitrge: 368
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Dienstag, 28.08.2012, 20:30 
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Viva Plus Quiz, Money Express, 9Live, berall tauchte eine besondere Spezies von Anrufern auf:

Der Aufleger. Das sind Menschen, die mglicherweise erst ein "kleines Vermgen" in erfolglose Anrufversuche investieren und dann, wenn sie tatschlich ins Studio durchgekommen sind, einfach auflegen. Meine "Lieblings-Animateuse" Miriam Hinrichs hatte dazu im Viva Plus Quiz sogar noch originelle Kommentare wie: "Der hat nur probiert, ob er durchkommt."

Das Phnomen des "Auflegers" kann man, wen wundert es, auch in den Sendungen von Astro TV beobachten. Bse Menschen behaupten, es knne sich dabei vielleicht gar nicht um zufllig durchgestellte Anrufer handeln, die durch den Zufall zufllig vom Zufallsgenerator ausgesucht wurden, sondern es wrde den Zuschauern durch "Aufleger" zum Beispiel whrend lngerer Durchstellpausen nur vorgespiegelt, dass man eine Chance habe in die Sendung durchzukommen.

Nun, wie dem auch sei, die Verfasser der Gewinnspielsatzung wollten derartigem Missbrauch offensichtlich einen Riegel vorschieben:

9 Abs. 5 GWS

Ist die Teilnahme per Telefon vorgesehen, ist fr den Fall, dass eine durchgestellte Nutzerin oder ein durchgestellter Nutzer keinen Lsungsvorschlag abgibt, sofort eine weitere Nutzerin oder ein weiterer Nutzer durchzustellen.

Anwendungsregeln 9.1.2
Neustart der Spielrunde (sog. Aufleger)

Falls ein ins Studio durchgestellter Teilnehmer keinen Lsungsvorschlag abgibt, z.B. der Teilnehmer legt auf, sagt nichts oder dass er keine Lsung habe, oder es ist eine Mobilbox zu hren, oder es handelt sich um einen Minderjhrigen, ist binnen maximal 60 Sekunden eine weitere Nutzerauswahl zu treffen und ein Nutzer durchzustellen.

In den Sendungen von Astro TV Live wird diese Bestimmung nach wie vor ignoriert, so dass ich der Medienaufsicht eine Beschwerde nicht ersparen kann. Mit einer Antwort rechne ich allerdings nicht vor 2014, weil ja erst die vorangegangenen Beschwerden von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg abgearbeitet werden mssen.

Und solange darf Astro TV so weitermachen.





E-Mail an die Medienanstalt Berlin-Brandenburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Sendung Astro TV Live, ausgestrahlt auf Das Vierte am 22.08.2012 in der Zeit von 11-14 Uhr wurde nach einer 13-mintigen Durchstellpause gegen 13:39 Uhr ein "Aufleger" in die Sendung durchgestellt. Die Bestimmungen des 9 Abs. 5 GWS und der Anwendungsregeln 9.1.2 besagen, dass in diesem Fall binnen 60 Sekunden eine weitere Nutzerauswahl zu treffen ist. Die Durchstellung des nchsten Anrufers erfolgte dagegen erst nach weiteren 20 Minuten in der letzten Minute der Sendung. Ich lege gegen dieses Nichtbeachten der Bestimmung der Gewinnspielsatzung Beschwerde ein.

In den Sendungen von Astro TV Live ist zudem hufig zu beobachten, dass die Anruferauswahl durch den Zufallsgenerator auch nach einem durch den Redakteur vorgegebenen lngeren Zeitraum, wie in diesem Fall nach 20 Minuten, exakt am Sendungsende erfolgt. Es ist zumindest erstaunlich, dass ein nicht zu beeinflussender technischer Auswahlmechanismus in einer solchen konformen Weise zum Sendungsablauf funktioniert. Darf ich Sie fragen, welche Mittel der Medienaufsicht zur Prfung zur Verfgung stehen, um den Verdacht einer Manipulation oder der Umgehung dieses Auswahlmechanismus auszuschlieen?

Mit freundlichen Gren
28.08.2012 14:30
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  SID HAIG
Veteran
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Alter: 49
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Beitrge: 902
Wohnort: sterreich
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 29.08.2012, 15:32 
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« Nico » hat Folgendes geschrieben:
Falls ein ins Studio durchgestellter Teilnehmer keinen Lsungsvorschlag abgibt, z.B. der Teilnehmer legt auf, sagt nichts oder dass er keine Lsung habe, oder es ist eine Mobilbox zu hren, oder es handelt sich um einen Minderjhrigen, ist binnen maximal 60 Sekunden eine weitere Nutzerauswahl zu treffen und ein Nutzer durchzustellen


Wie soll man das beweisen ? AstroTV wird halt sagen ,dass in den sechzig Sekunden keiner in der Leitung war, oder der Zufallsgenerator ins leere ging .
Da msste schon jemand von der Medienaufsicht im Studio sein und die eingehenden Anrufe protokollieren .

Natrlich wissen wir alle, dass in sechzig Sekunden sicher viele Anrufe eingehen mssen , da es sich sonst nicht lohnen wrde.



FDW:"wer die Lsung hat,der hat sie!!! Das heit aber nicht , dass Sie sie automatisch haben !!!

Zuletzt bearbeitet von SID HAIG am Mittwoch, 29.08.2012, 19:00, insgesamt einmal bearbeitet
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  Saba
nUrmaler
nUrmaler

Alter: 24
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Beitrge: 60
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 29.08.2012, 17:16 
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http://www.youtube.com/watch?v=R5WfvH9_ROg
Hier sieht man ganz deutlich anhand des Videos, dass die Einblendung zu den Informationen Astro TVs mal ganz gro eingeblendet wird und mal ganz klein, dass man den Berater noch sieht und keine Ansagerin es vorliest.
So geschah es u.a. am 22.08.2012
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  Nico
Schokokuss
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Beitrge: 368
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Dienstag, 18.09.2012, 23:40 
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Der Zufall mit dem Zufallsgenerator

Astro TV Live am 17.09.2012 Sport1

Um 8:55 Uhr wird ein Aufleger durchgestellt. Die Regie ignoriert die Verpflichtung, innerhalb einer Minute einen neuen Anrufer durchzuschalten.

Eveline Graf muss die Zeit totschlagen. Wann der nchste Anrufer durchgestellt wird, wissen nur der Zufall, der Zufallsgenerator und der Redakteur in der Regie.

Eveline Graf: "Wenn ich gleich berate, gibt's wichtige Informationen."

Habe ich da etwas falsch verstanden? Woher wei sie das? Woher wei sie, dass sie whrend der Einblendung der Informationen um 9 Uhr einen Anrufer in der Leitung haben wird?

Einige Momente spter korrigiert sie sich: "Ich habe das Gefhl, dass es gleich Informationen gibt." Das ist wieder daneben, denn die Informationen gibt es immer zur vollen Stunde und die Studiouhr kann sie gut sehen.

Soviel ungewollte Transparenz scheint selbst der Regie zu viel zu sein ... und vielleicht steht das morgen gleich wieder in diesem grnen Forum.

Und was passiert? Der Ablauf ndert sich. Obwohl man sich sonst sehr genau an die Zeiten fr diese Informationen hlt, passiert um 9 Uhr gar nichts. Eine Minute spter wird eine Anruferin durchgestellt. Eine Beratung, aber keine Informationen.

Erst bei der nchsten Anruferin, da ist es fast 9:05 Uhr, gibt es die vorgeschriebene Einblendung mit den Informationen. Eine Verzgerung, wie ich sie in noch keiner dieser Sendungen gesehen habe.

Ein Schelm, der Bses dabei denkt.
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  Nico
Schokokuss
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Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 368
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Mittwoch, 09.01.2013, 12:00 
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Umsatzrckgang bei Astro TV

Seit Beginn dieses Jahres sendet Astro TV auf Das Vierte von Montag bis Freitag tagsber nur noch zwei Stunden, statt bisher drei Stunden. Die fehlende Stunde hat man in die Nacht verlegt in die Zeit zwischen 2-3 Uhr, da wo die Sendezeit fast nichts kostet. Bereits im letzten Jahr hatte Astro TV die Sendungen auf Sport1 eingestellt. Auf diesem Sendeplatz luft jetzt vormittags das Sportquiz. Fr kurze Zeit hatte man noch vergeblich versucht, Gewinnspielsendungen von Viversum an dieser Stelle zu etablieren, aber auch das war wohl nicht mehr profitabel.

Ich habe mir die Bilanz der adviqo AG vom 14.08.2012 mal etwas genauer angesehen. Die nachfolgenden Zitate stammen aus dem

Jahresabschluss zum Geschftsjahr vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011

« adviqo Bilanz 2011 » hat Folgendes geschrieben:
Die Umsatzerlse der adviqo AG sind im Geschftsjahr von T€ 67.812 im Vorjahr um T€ 1.912 auf T€ 65.900 zurckgegangen.

Ein Umsatzrckgang von 1,9 Millionen Euro bei adviqo, davon 527.000 Euro bei Astro TV.

« adviqo Bilanz 2011 » hat Folgendes geschrieben:
Die adviqo AG [produziert] ein eigenes Fernsehformat, das ber einen eigenen TV-Sender "Astro-TV" ausgestrahlt wird. Whrend der Sendezeit wird den Kunden [...] der Kontakt zu den Beratern zu einem relativ gnstigen Preis ermglicht (Astro TV Call-In)

So kann man die Abzocke bei Astro TV natrlich auch darstellen: "Kontakt zu den Beratern zu einem relativ gnstigen Preis". Kein Wort dazu, dass hier ein Gewinnspiel veranstaltet wird, bei dem auf jeden Fall der Veranstalter gewinnt, nmlich durch die zigtausende von Anrufen, die nicht durchgestellt werden, aber trotzdem kostenpflichtig sind.

« adviqo Bilanz 2011 » hat Folgendes geschrieben:
Der Umsatz ist im Kerngeschftsfeld Questico Advice (d.h. dem mitgliederbasierten Geschft der adviqo AG) wie im Vorjahr leicht rcklufig (-3,3%) gewesen. Die Zahl der Neuregistrierungen ist von monatlich im Durchschnitt 17.543 im Geschftsjahr 2010 auf 12.786 in 2011 zurckgegangen.

Das mitgliederbasierte Geschft hat zwar nichts mit Astro TV zu tun, denn dabei geht es um die "Beratungen", die nach einem Minutenpreis abgerechnet werden, aber es macht die Dimensionen deutlich: 12.786 neue Registrierungen monatlich!

Die Umsatzerlse bei Astro TV sind ebenfalls zurckgegangen von 4.794.000 Euro im Geschftsjahr 2010 auf 4.267.000 Euro in 2011, also um ber eine halbe Million.

Wenn man davon ausgeht, dass adviqo aus der Gewinnspielabzocke bei Astro TV ber den Mehrwertdienst mindestens 30 Cent pro Anruf zuflieen, wren 14 Millionen Anrufe notwendig gewesen, um die Einnahmen von 4,2 Millionen Euro zu erwirtschaften. Bei einem Anteil von 40 Cent pro Anruf (mehr ist wohl kaum realistisch) wren das im Geschftsjahr 2011 immer noch ber 10 Millionen Anrufe gewesen.

« adviqo Bilanz 2011 » hat Folgendes geschrieben:
Die adviqo AG (bis zum 7. Oktober 2011 Questico AG) hat ihre Marktstellung im deutschsprachigen Raum mit dem (mittelbaren) Erwerb der viversum GmbH deutlich festigen knnen und dadurch auch Umsatz und Ergebnis der Gruppe deutlich gesteigert.

Am 29. Oktober 2010 wurde der Wettbewerber, die Viversum GmbH in Nrnberg, bernommen. Trotz rcklufiger Umsatzzahlen hat die adviqo AG, nicht zuletzt auch durch die Gewinnabfhrung von Viversum, einen Jahresberschuss von ber 5 Millionen Euro erzielt.

Und auch im Jahresabschluss 2011 findet sich wieder exakt der gleiche Satz, wie schon im Jahr davor:

« adviqo Bilanz 2011 » hat Folgendes geschrieben:
Wesentliche operative Risiken sieht die Gesellschaft in einer mglichen Verschrfung der Wettbewerbssituation (Preiswettbewerb), im Verlust bereits existierender Kooperationen, in einem Ansteigen des Mitgliederschwunds, in unerwarteten Technikproblemen in Form von berdurchschnittlich hohen Down-Times, in einer negativen PR sowie regulatorischen Eingriffe in die Medienfreiheit oder "Direct Marketing".

Negative PR knnen sie gerne weiterhin durch dieses Forum haben. Und was die "Eingriffe in die Medienfreiheit" betrifft ... das Thema hatten wir hier schon mal, deswegen spare ich mir einen Kommentar. Es wrde mir schon ausreichen, wenn die Medienanstalt Berlin-Brandenburg die Anwendung der Gewinnspielsatzung bei Astro TV durchsetzen wrde.
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  Callpassive
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Beitrge: 2471
Wohnort: Ruhrgebiet
BeitragVerfasst am: Samstag, 12.01.2013, 18:12 
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Zusammenfassend bedeutet das also einen leichten Rckgang der Erlse auf hohem Niveau. Das sog. "Beratungsfernsehen" war 2011 immer noch ein lohnendes Geschft und das drfte im letzten Jahr nicht anders gewesen sein.

Die Veranstalter brauchen sich ber die "Eingriffe in die Medienfreiheit" nicht allzu viele Gedanken machen. Im Hintergrund werden sie schon dafr gesorgt haben, dass die MABB die Fe still hlt. Der Einfluss der Gewinnspielsatzung auf Astro TV ist gering. Die zustndigen Damen und Herren der adviqo AG werden sich also gegenseitig auf die Schulter klopfen, denn sie haben es geschafft, die Medien"wchter" von ihrem Geschftsmodell zu berzeugen. Dazu auch von mir einen Glckwunsch - besonders an die MABB.



Wir sind alle Individuen
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  Nico
Schokokuss
Schokokuss


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Beitrge: 368
Wohnort: Wiesbaden
BeitragVerfasst am: Freitag, 15.03.2013, 17:10 
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"Wir informieren Sie unaufgefordert ber das Ergebnis unserer Prfung, was jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen kann." (Medienanstalt Berlin-Brandenburg)

Nach einem Jahr und zwei Aufforderungen antwortet die Medienanstalt Berlin-Brandenburg in zwei Mails auf die in diesem Thread geposteten Beschwerden. Die farblich hervorgehobenen Anmerkungen sind von mir.



Medienanstalt Berlin-Brandenburg

E-Mail vom 15.02.2013

Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank fr Ihre Eingaben mit Beschwerden ber das Programm von Astro TV. Wir nehmen alle Programmbeschwerden sehr ernst und haben uns auch in diesen Fllen intensiv damit auseinandergesetzt, Sendungen gesichtet und das Gesprch mit dem Veranstalter gesucht.

Parallel fand eine Schwerpunktauswertung verschiedener Sendetage von Astro TV im Frhjahr 2012 statt.

In einem konstruktiven Gesprch mit der Geschftsfhrung von Astro TV wurde darauf hingewirkt, dass auch zuknftig alle Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrages (RStV) und der Gewinnspielsatzung (GWS) eingehalten werden und die Durchfhrung der Bestimmungen auch durch die einzelnen Moderatorinnen und Moderatoren strikt beachtet wird.

Dazu gehren unter anderem die Hinweise auf den Ausschluss Minderjhriger, das Teilnahmeentgelt und die Teilnahmebedingungen. Aussagen ber das vermeintliche Anruferaufkommen drfen nicht gettigt werden.

Anmerkung: Die Medienaufsicht geht also davon aus, dass "auch zuknftig" alle Bestimmungen der GWS eingehalten werden. Ich stelle fest, dass von adviqo nach wie vor auf die Einhaltung der Gewinnspielsatzung geschissen wird. So unterschiedlich kann Wahrnehmung sein.

Zur Sendung von Astro TV, die am 24. Januar 2012 im Programm von Das Vierte im Zeitraum von 11:00-14:00 Uhr ausgestrahlt wurde, fhren Sie an, dass eine Moderatorin in den letzten 30-40 Minuten wiederholt Vergleiche zwischen dem Teilnahmeentgelt und dem Gewinn hergestellt habe. Die Moderatorin habe angefhrt, dass Anrufer, die ins Studio durchstellt werden, eine Beratung fr 50 Cent erhielten und dies im Vergleich zu einer Beratung ber eine regulre Mehrwertnummer auch bei mehrfachen Anrufversuchen kostengnstig wre. Zudem schildern Sie, dass Hinweispflichten der GWS nicht eingehalten wrden. Die mabb forderte einen Mitschnitt der betreffenden Sendung an, der in voller Lnge und normaler Laufgeschwindigkeit gesichtet wurde.

Der Veranstalter wurde auf die Problemstellung hingewiesen und es wurde seitens der mabb angemahnt, dass unabhngig vom tatschlichen Anruferaufkommen laut Nr. 6.1.4 der Auslegungsregeln zur GWS Aussagen ber die Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer unzulssig sind, soweit wie im vorliegenden Fall die Teilnehmerauswahl durch den Anbieter (z.B. einen Redakteur) beeinflusst wird. Auerdem wurde angemahnt, dass nach 8 Abs. 2 GWS kein besonderer Anreiz zu wiederholter Teilnahme gesetzt werden darf; insbesondere unzulssig sind unter anderem der Vergleich zwischen Teilnahmeentgelt und Gewinnsumme.

Anmerkung: Zur Sendung vom 24.01.2012 wurde gar keine Beschwerde eingereicht, sondern es handelte sich um eine Anfrage an die Landesanstalt fr Medien Nordrhein-Westfalen. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg geht von der Wirksamkeit des 8 GWS aus. Die BLM schreibt dagegen schon vor einigen Wochen, die Landesmedienanstalten seien bereingekommen, die vom BayVGH monierten Regelungen der Gewinnspielsatzung bundesweit nicht anzuwenden.

Zu den folgenden zwei Abstzen kann ich nichts sagen, weil die genannte Beschwerde nicht von mir stammt:


Eine andere konkrete Beschwerde Ihrerseits richtete sich gegen die Sendung vom 11. Februar 2012, ausgestrahlt gegen 4:48 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt zeigte Astro TV laut Mitschnitt ein als Dauerwerbesendung gekennzeichnetes Teleshopping-Fenster. Weder im Teleshopping-Angebot noch auf der Webseite wird eine Altersfreigabe angegeben, auf der Abbildung des Covers ist jedoch eine "FSK 0"-Freigabe zu erkennen. Bei der Prsentation der DVD handelt es sich um ein regelmig wiederkehrendes Element der Dauerwerbesendungen, das identisch oder in hnlicher Form hufig im Programm auftaucht.

Hierzu ist festzustellen, dass die Preisgestaltung der angebotenen Produkte dem Anbieter obliegt und von diesem frei gewhlt werden kann, selbst wenn es sich um "Quatsch" handeln sollte. Da die DVD zudem eine "FSK 0"-Freigabe hat, geht von der DVD selbst und den Ausschnitten daraus keine Jugendgefhrdung aus.

Anmerkung: An dieser Stelle habe ich einen lngeren Text aus der E-Mail ausgeschnitten, der sich auf Vorgnge bezieht, die zur Strafanzeige gegen den Betreiber adviqo AG gefhrt hatten. Dieser Text ist gepostet im Thread "Strafanzeige gegen adviqo"

Insgesamt haben wir Ihre Eingaben ausfhrlich geprft. Gemeinsam mit der Schwerpunktauswertung der mabb im Frhjahr 2012 zeigten sich einige Problemfelder im Programm von Astro TV. Zu diesen mglichen Versten wurde das klrende Gesprch mit dem Veranstalter gesucht und gefhrt. Da der Veranstalter sich einsichtig zeigte, wurde auf eine formelle Beanstandung durch die mabb zunchst verzichtet.

Ziel war es, die Missstnde abzustellen, den Schutz der Teilnehmer zu gewhrleisten und die Einhaltung der GWS durchzusetzen. Wir gehen davon aus, dass Astro TV die Bestimmungen der GWS zuknftig einhalten wird. Sollte dies nicht der Fall sein, behlt sich die mabb selbstverstndlich alle notwendigen Schritte fr ein formelles Beanstandungsverfahren vor.

Mit freundlichen Gren
Medienanstalt Berlin-Brandenburg
Kleine Prsidentenstrae 1
10178 Berlin

Anmerkung: Auf die Beschwerden vom 22. Mrz 2012 wird mit keinem Wort eingegangen. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg teilt dazu nicht mit, ob sie diese Beschwerden als berechtigt eingestuft hat oder nicht. Stattdessen wurde zu "mglichen Versten" ein klrendes Gesprch mit dem Veranstalter gesucht. Ob es bei dem Gesprch belegte Brtchen gab, wie Callpassive mal vermutet hatte, ist nicht bekannt.



Medienanstalt Berlin-Brandenburg

E-Mail vom 27.02.2013

Sehr geehrter Herr xxx,

auf Ihre Beschwerde ber das Programm von AstroTV vom 22. August 2012, ausgestrahlt auf Das Vierte, haben wir die Sendung gesichtet und das Gesprch mit dem Veranstalter gesucht.

Der Veranstalter hat auf unsere Veranlassung zu Ihrer Beschwerde Stellung genommen. In seiner Stellungnahme fhrt er an, dass die Regie angewiesen wurde, zuknftig nach einem "Aufleger" einen weiteren Anrufer in kurzer Zeit durchzustellen.

Von der Einleitung eines frmlichen Aufsichtsverfahrens haben wir abgesehen.

Mit freundlichen Gren
Medienanstalt Berlin-Brandenburg
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  Callpassive
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BeitragVerfasst am: Dienstag, 19.03.2013, 16:42 
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« MABB » hat Folgendes geschrieben:
In einem konstruktiven Gesprch mit der Geschftsfhrung von Astro TV wurde darauf hingewirkt, dass auch zuknftig alle Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrages (RStV) und der Gewinnspielsatzung (GWS) eingehalten werden ...

Eigentlich reicht der rot markierte Text aus, denn das sagt wirklich alles.

Es soll ja Menschen geben, die glauben, dass eine Medienaufsicht das Fernsehen aufgrund von bestehenden Gesetzen berprft. Falls es (wiederholte) Verste gibt, dann schreitet die Medienaufsicht unverzglich ein - sollte man meinen. Das ist natrlich vlliger Bldsinn. Die Medienanstalten sind (neben der Selbstverwaltung) hauptschlich damit beschftigt, konstruktive Gesprche zu fhren.

« MABB » hat Folgendes geschrieben:
Dazu gehren unter anderem die Hinweise auf den Ausschluss Minderjhriger ...

Das ist das Ergebnis der konstruktiven Gesprche und es ist einfach nur falsch. Die Gewinnspielsatzung schreibt in 11 Abs. 1 Satz 1 eindeutig vor, dass es eine permanente "Ab 18 Jahren" Einblendung geben muss. Und genau die finden wir bei Astro TV nicht, trotz der "intensiven Sichtung" durch die MABB. Der Schutz der Minderjhrigen ist nur ein Beispiel fr die Unttigkeit der MABB, aber er ist besonders auffllig, eben weil diese Vorschrift so eindeutig ist.

« MABB » hat Folgendes geschrieben:
Ziel war es, die Missstnde abzustellen, den Schutz der Teilnehmer zu gewhrleisten und die Einhaltung der GWS durchzusetzen. Wir gehen davon aus, dass Astro TV die Bestimmungen der GWS zuknftig einhalten wird. Sollte dies nicht der Fall sein, behlt sich die mabb selbstverstndlich alle notwendigen Schritte fr ein formelles Beanstandungsverfahren vor.

Nur noch mal zu Erinnerung: Die GWS gilt fr das sog. "Beratungsfernsehen" seit Januar 2012 und diese Gltigkeit ist von der MABB nie durch eine Pressemitteilung verffentlicht worden, sondern wurde durch einen Mitarbeiter der MABB im Forum auf Nachfrage besttigt. Nach mehr als einem Jahr ist die MABB immer noch damit beschftigt, konstruktive Gesprche mit dem Veranstalter zu fhren. WAND

Die GWS wird von der MABB nicht durchgesetzt. Die MABB ist offensichtlich daran interessiert, Astro TV mglichst wenig zu beschrnken. Die GWS wird nur angewendet, wenn es unbedingt sein muss und selbst bei wiederholten Versten bleibt es bei Ermahnungen. Das ist das Ergebnis von konstruktiven Gesprchen.



Wir sind alle Individuen
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  Nico
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BeitragVerfasst am: Mittwoch, 20.03.2013, 16:30 
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Beschwerden
an die Medienanstalt Berlin-Brandenburg

Es wird hiermit Beschwerde eingelegt wegen der nachfolgend aufgefhrten Verste gegen die Bestimmungen der Gewinnspielsatzung der Landesmedienanstalten in den Sendungen von Astro TV Live im Programm von Das Vierte.


Versto gegen 9 Abs. 5

Ist die Teilnahme per Telefon vorgesehen, ist fr den Fall, dass eine durchgestellte Nutzerin oder ein durchgestellter Nutzer keinen Lsungsvorschlag abgibt, sofort eine weitere Nutzerin oder ein weiterer Nutzer durchzustellen.

Wenn ein ins Studio durchgestellter Teilnehmer nichts sagt oder auflegt, ist nach den Anwendungs- und Auslegungsregeln 9.1.2 innerhalb von 60 Sekunden ein weiterer Nutzer durchzustellen.

Begrndung: In den Sendungen von Astro TV Live, ausgestrahlt auf Das Vierte, wurden am 26.02.2013 um 12:30 Uhr, am 27.02.2013 um 12:56 Uhr und am 01.03.2013 um 12:52 Uhr Aufleger durchgestellt. Die Durchstellung des nchsten Teilnehmers erfolgte jeweils erst nach einem Zeitraum von 3-4 Minuten.

Anmerkung: In sogenannten schnellen Runden werden Teilnehmer in Zeitabstnden von 30 Sekunden und noch deutlich darunter ins Studio durchgestellt.


Versto gegen 7

Die Vorspiegelung fehlender Nutzerinnen und Nutzer in einem laufenden Gewinnspiel oder einer Gewinnspielsendung sind unzulssig.

Nach den Anwendungs- und Auslegungsregeln 7.1.3 drfen keine falschen Aussagen getroffen werden, die den Eindruck fehlender Nutzer erwecken. Auch Aussagen im Wege einer Spekulation sind unzulssig.

Begrndung: Am 01.03.2013 sagt die Beraterin um 12:27 Uhr in der Sendung: "Jetzt entsteht aber eine wirklich sehr groe Lcke. Das fhlt sich an, als wenn sich wirklich gar keiner einwhlen wrde."

Und am 03.03.2013 um 11:43 Uhr: "Es knnte natrlich sein, dass sich jetzt gerade niemand einwhlt. Und so fhlt es sich gerade ehrlich gesagt an."

Durch solche spekulativen Aussagen wird bei den Zuschauern der Eindruck von fehlenden Nutzerinnen und Nutzer erweckt und bessere Einwahlchancen suggeriert. Das Entstehen einer "Lcke" bei den Durchstellungen ins Studio hngt nicht vom Anrufverhalten der Nutzerinnen und Nutzer ab.


Versto gegen 6 Abs. 1

Aussagen ber die Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer sind unzulssig, wenn sie falsch, zur Irrefhrung geeignet oder widersprchlich sind.

Nach den Anwendungs- und Auslegungsregeln 6.1.4 sind Aussagen, die eine Verbindung herstellen zwischen der vermeintlichen Anzahl der Zuschauer einerseits und der Durchstellwahrscheinlichkeit andererseits, unzulssig. Solche Aussagen drfen weder in Form einer Spekulation, noch als Meinungsuerung getroffen werden.

Begrndung: In den Sendungen von Astro TV Live, ausgestrahlt auf Das Vierte, wurden durch die Beraterin folgende Aussagen gemacht:

01.03.2013 um 12:26 Uhr: "Es ist eine Lcke entstanden, wie gesagt, es wre wirklich sehr sehr schade, wenn Sie diese Lcke nicht nutzen wrden. Es ist wahrscheinlich weniger los, als Sie denken. Ich habe so das Gefhl, dass gerade mal vielleicht so eine Hand voll Zuschauer vor den Fernsehgerten sitzen."

01.03.2013 um 13:38 Uhr: "Viele sind gar nicht mehr vor den Fernsehgerten. Wenn Du schlau bist und jetzt dabei bleibst, jetzt bitte einwhlen, denn es knnte jetzt jeden Augenblick funktionieren."

03.03.2013 um 11:17 Uhr: "Wenn wir jetzt immer noch gerade etwas eine ruhige Sendung haben und so eine Hand voll Zuschauer, so wie ich das Gefhl habe, dann sollten Sie die Gunst der Stunde jetzt nutzen."

In allen Fllen wurde den Zuschauern durch spekulative Aussagen der Beraterin ber eine vermeintlich geringe Anzahl von Nutzerinnen und Nutzern unzulssigerweise eine bessere Durchstellwahrscheinlichkeit suggeriert.


Versto gegen 6 Abs. 1

Aussagen jeglicher Art sind unzulssig, die falsch, zur Irrefhrung geeignet oder widersprchlich sind. Die Vorspiegelung eines Zeitdrucks ist unzulssig.

Nach den Anwendungs- und Auslegungsregeln 6.1.1 Nr. b liegt die Vorspiegelung von Zeitdruck dann vor, wenn unzutreffender Weise suggeriert wird, der Durchstellzeitpunkt sei nahe.

Begrndung: In den Sendungen von Astro TV Live, ausgestrahlt auf Das Vierte, wurde den Zuschauern durch spekulative Aussagen der Beraterin suggeriert, dass die Durchstellung eines Teilnehmers unmittelbar bevorstnde:

01.03.2013 um 13:33 Uhr: "Es wird bestimmt jetzt gleich in den nchsten Sekunden klingeln, so denke ich." Und um 13:45 Uhr: "Es wird bestimmt jetzt gleich in den nchsten Sekunden klingeln. Bestimmt! Also, so habe ich es im Gefhl."

Die nchste Durchstellung einer Teilnehmerin erfolgte um 13:59 am Ende der Sendung.

03.03.2013 um 11:47 Uhr: "Wir wissen ganz genau, dass jetzt jede Sekunde irgendwie hier jemand durchkommen wird. Das wissen wir hier ganz genau."

Die nchste Durchstellung in die Sendung erfolgte um 11:56 Uhr mit einem "Aufleger".


Versto gegen 6 Abs. 1

Aussagen jeglicher Art sind unzulssig, die falsch, zur Irrefhrung geeignet oder widersprchlich sind.

In den Anwendungs- und Auslegungsregeln 6.1.6 wird bestimmt: Irrefhrend sind Aussagen, der Nutzer solle zu einem bestimmten Zeitpunkt (jetzt oder spter) anrufen, wenn tatschlich nicht zu diesem Zeitpunkt eine Auswahl erfolgt.

Begrndung: In der Sendung Astro TV Live, ausgestrahlt auf Das Vierte am 03.03.2013 forderte der Berater die Zuschauer gegen 16:40 Uhr dazu auf, sich unmittelbar nach einem Herunterzhlen "3-2-1" einzuwhlen. Die Auswahl einer Teilnehmerin oder eines Teilnehmers erfolgte danach aber nicht. Stattdessen forderte der Berater die Zuschauer nach einigen Minuten erneut durch Herunterzhlen "3-2-1" dazu auf, "jetzt" anzurufen. Eine Auswahl und die Durchstellung einer Teilnehmerin erfolgten erst um 16:59 Uhr.


Versto gegen 5 Abs. 1 und 6 Abs. 1

Werden Teilnehmer bereits befragt, bevor sie ins Studio durchgestellt werden, so ist ber dieses Verfahren und die eingesetzten Fragen gem den Anwendungsregeln 5.1 Satz 1 in den Teilnahmebedingungen zu informieren.

Begrndung: In den Teilnahmebedingungen findet sich kein Hinweis darauf, dass die Teilnehmer vor ihrer Durchstellung ins Studio dazu befragt werden, wie oft sie sich eingewhlt haben. Auch wenn nicht unterstellt werden kann, dass diese Befragung stndig erfolgt, so erfolgt sie doch nachweislich zeitweise. Somit ist entsprechend den Anwendungsregeln 5.1 Satz 1 in den Teilnahmebedingungen darber zu informieren.

Durch eine ausschlieliche Befragung von Anrufern mit wenigen Einwahlversuchen durch die Beraterinnen und Berater im Studio und den Anschein einer zuflligen Befragung werden den Zuschauern Chancen suggeriert, die in Wirklichkeit nicht bestehen. Das ist Irrefhrung und ein Versto gegen 6 Abs. 1.

Eine gezielte Befragung der Teilnehmer durch die Beraterinnen und Berater im Studio kann nur mglich sein, wenn die Anzahl der Einwahlversuche des jeweiligen Teilnehmers bereits bekannt war, also von der Regie vorher mitgeteilt wurde. Folglich muss vor der Durchstellung ins Studio eine Befragung stattgefunden haben.

In der Sendung Astro TV Live, ausgestrahlt auf Das Vierte am 01.03.2013 fragt die Beraterin die durchgestellte Teilnehmerin um 12:14 Uhr:

"Wie oft hast Du Dich eingewhlt?" Die Anruferin antwortet: "Oh, heute mehrfach." Damit ist die Frage beantwortet, doch die Beraterin fragt erneut: "Und jetzt gerade eben? Jetzt gerade eben erst?" Anruferin: "Ein Mal." Beraterin: "Ein Mal! Das wollte ich wissen."

Gezielte Befragungen von Teilnehmern mit wenigen Einwahlversuchen finden sich in sehr vielen Sendungen von Astro TV Live. Beispiele: 01.03.2013 12-14 Uhr und 03.03.2013 11-13 Uhr und am 26.02.2013 12-14 Uhr jeweils im Programm von Das Vierte.


Versto gegen 10 Abs. 3

In den Teilnahmebedingungen muss auf das Teilnahmeentgelt hingewiesen werden.

Begrndung: In den Teilnahmebedingungen heit es lediglich, ein Anruf sei auch fr nicht ausgewhlte Anrufer kostenpflichtig.

Informationen ber die Hhe des Teilnahmeentgeltes und die zu erwartenden hheren Kosten bei Einwahl aus dem Mobilfunknetz gibt es in den Teilnahmebedingungen nicht. Dies erfllt nicht die Anforderungen des 10 Abs. 3 und der Anwendungsregeln 11.1.4.


Versto gegen 10 Abs. 3

In den Teilnahmebedingungen muss auf den Jugendschutz gem 3 Abs. 1 hingewiesen werden.

Begrndung: Die Beratung ist eine geldwerte Leistung, also eine Dienstleistung im Sinne von 2 Satz 1 Nr. 1 und somit der Gewinn.

In den auf der Website verffentlichten Teilnahmebedingungen findet sich zwar der Hinweis, dass die Teilnahme nur volljhrigen Anrufern gestattet ist, nicht aber der Hinweis nach 3 Abs. 1 Satz 3, dass keine Gewinne an Minderjhrige ausgeschttet werden, also keine Beratung erfolgt.


Versto gegen 10 Abs. 3

In den Teilnahmebedingungen muss auf die konkrete Ausgestaltung des eingesetzten Verfahrens zur Auswahl der Nutzerinnen und Nutzer (wie beispielsweise Vorzhl- bzw. Vorschaltfaktor), auf alle Umstnde, die fr die Einschtzung der Gewinnmglichkeit, insbesondere unter Bercksichtigung der Funktionsweise des eingesetzten Auswahlverfahrens aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer relevant sind, sowie auf etwaige Spielvarianten allgemein verstndlich hingewiesen werden.

Ein Versto gegen die Bestimmungen des 10 Abs. 3 stellt eine Ordnungswidrigkeit nach 49 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 des Rundfunkstaatsvertrages dar und kann nach 13 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 und Abs. 2 mit einer Geldbue geahndet werden.

Begrndung: Die konkrete Ausgestaltung des eingesetzten Auswahlverfahrens wird in den Teilnahmebedingungen nicht transparent dargestellt.

Nach den Mitmachregeln wird in jeder Spielrunde ein Teilnehmer direkt aus den eingehenden Anrufen ausgewhlt und dann in die Sendung durchgestellt. Tatschlich erfolgt die Auswahl aber zumindest zeitweise unter mehreren Teilnehmern aus einer telefonischen Warteschleife. Darauf ist in den Teilnahmebedingungen hinzuweisen.


Versto gegen 5 Abs. 1 Satz 2

Der Anbieter hat allgemein verstndliche Teilnahmebedingungen aufzustellen und auf seiner Website und im Fernsehtextangebot zu verffentlichen.

Begrndung: Die Teilnahmebedingungen sind nicht im Fernsehtextangebot des Senders Das Vierte verffentlicht.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 und 3

Der Hinweis gem 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 auf die allgemeinen Teilnahmebedingungen und die Mglichkeit ihrer Kenntnisnahme ist in hchstens zehnmintigem Abstand in einem dauerhaft eingesetzten, deutlich lesbaren Textlaufband zu erteilen.

Begrndung: Das Textlaufband enthlt keinen Hinweis auf die Mglichkeit der Kenntnisnahme der Teilnahmebedingungen auf der Website des Anbieters und im Fernsehtextangebot.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 und 3

Der Hinweis gem 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 auf den Zeitrahmen, in dem die Auswahl einer Nutzerin oder eines Nutzers vorgesehen ist, ist in hchstens zehnmintigem Abstand in einem dauerhaft eingesetzten, deutlich lesbaren Textlaufband zu erteilen.

Begrndung: Der betreffende Hinweis fehlt im Textlaufband.

Anmerkung: Durchstellpausen von einigen Minuten bis zu mehr als einer halben Stunde gehren zum stndigen Repertoire der Sendungen.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1

Der Hinweis gem 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 auf den Zeitrahmen, in dem die Auswahl einer Nutzerin oder eines Nutzers vorgesehen ist, ist zu Beginn und in hchstens 30-mintigem Abstand mndlich zu erteilen.

Begrndung: Dieser mndliche Hinweis wird in allen Sendungen nicht erteilt.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1

Mndliche Hinweise zum Jugendschutz gem 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 und 3 ber den Ausschluss Minderjhriger und die Tatsache, dass Gewinne nicht an Minderjhrige ausgeschttet werden, sind zu Beginn und in hchstens fnfzehnmintigem Abstand zu erteilen.

Begrndung: Die Beratung ist eine geldwerte Leistung, also eine Dienstleistung im Sinne von 2 Satz 1 Nr. 1 und somit der Gewinn.

Der mndliche Hinweis nach 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 muss folglich darber informieren, dass Minderjhrige von der Teilnahme ausgeschlossen sind und zustzlich nach 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3, dass keine Beratung von Minderjhrigen stattfindet.

Nach den Anwendungsregeln 11.1.3 Satz 4 haben beide Hinweise kumulativ zu erfolgen.

Die mndlichen Hinweise zum Jugendschutz nach Magabe der Anwendungsregeln 11.1.3 Satz 3 und 4 werden in allen Sendungen nicht erteilt.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1

Der Hinweis auf den Ausschluss Minderjhriger gem 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 ist durch eine deutlich lesbare Bildschirmeinblendung whrend des gesamten Sendungsverlaufs zu erteilen.

Begrndung: Der Hinweis wird nicht durch permanente Bildschirmeinblendung erteilt.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 2 Satz 4

Auf das Textlaufband ist in den Sendungen mindestens alle zehn Minuten mndlich ausdrcklich hinzuweisen.

Begrndung: Die mndlichen Hinweise auf das Textlaufband werden in allen Sendungen nicht im Zeitabstand von mindestens zehn Minuten erteilt.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1

In der permanenten Bildschirmeinblendung mit dem Hinweis auf das Teilnahmeentgelt gem 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 ist nach den Anwendungsregeln 11.1.4 auch auf mgliche hhere Mobilfunkkosten hinzuweisen.

Begrndung: Der Hinweis gem den Anwendungsregeln 11.1.4 wird nicht erteilt.

Es findet sich lediglich der Hinweis: "Mobil ggf. abweichend". Eine Abweichung schliet aber auch die Mglichkeit geringerer Kosten mit ein. Ein Hinweis auf tatschlich zu erwartende hhere Mobilfunkkosten, wie zum Beispiel "Mobil deutlich teurer" wird nicht erteilt. Die Anforderungen der Anwendungsregeln 11.1.4 sind somit nicht erfllt.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1

Hinweise auf das Teilnahmeentgelt sind gem 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 zu Beginn und in hchstens fnfzehnmintigem Abstand mndlich zu erteilen. Dabei ist nach den Anwendungsregeln 11.1.4 auch auf mgliche hhere Mobilfunkkosten hinzuweisen.

Begrndung: Mndliche Hinweise gem den Anwendungsregeln 11.1.4 auf mgliche hhere Mobilfunkkosten werden in allen Sendungen nicht erteilt.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 1

Hinweise gem. 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 bis 3 sind durch mndliche Hinweise zu Beginn und in hchstens 15-mintigem Abstand zu erteilen.

Begrndung: In allen Sendungen werden zustzlich zu den Texteinblendungen mit den Informationen zum Auswahlverfahren gem 10 Abs. 2 keine mndlichen Hinweise gem 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 bis 2 erteilt.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1

Hinweise gem. 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 bis 6 sind durch mndliche Hinweise zu Beginn und in hchstens 30-mintigem Abstand zu erteilen.

Begrndung: In allen Sendungen werden zustzlich zu den Texteinblendungen mit den Informationen zum Auswahlverfahren gem 10 Abs. 2 keine mndlichen Hinweise gem 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 bis 6 erteilt.


Versto gegen 11 Abs. 1 Nr. 4

Die Erluterungen gem 10 Abs. 2 zum Auswahlverfahren haben sowohl mndlich als auch durch einen zeitgleich fr mindestens 30 Sekunden bildschirmfllend eingeblendeten deutlich lesbaren Text zumindest am Anfang jeder Sendung sowie jeweils im Zeitabstand von 60 Minuten zu erfolgen.

Nach den Anwendungsregeln 11.1.2 Satz 7 muss die Einblendung im Sinne des 11 Abs. 1 Nr. 4 mindestens zwei Drittel des Bildschirmes ausfllen.

Begrndung: In den Sendungen fllen die Einblendungen nach 11 Abs. 1 Nr. 4 deutlich weniger als 40 Prozent des Bildschirmes aus. Somit wird die geforderte Abmessung der Einblendung erheblich unterschritten. Die Anforderungen hinsichtlich der Abmessungen der Bildschirmeinblendungen werden in allen Sendungen nach wie vor nicht erfllt.

Anmerkung: Die Einhaltung der Vorschrift fhrt praktisch zu einer kurzen Unterbrechung der Sendung. Das ist vermutlich von den Verfassern der Gewinnspielsatzung auch so gewollt, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die Informationen zu lenken.

Das erhebliche Unterschreiten der nach 11 Abs. 1 Nr. 4 geforderten Abmessungen wird in den Sendungen von Astro TV Live dazu genutzt, um whrend der Einblendung der Informationen weiterhin die laufende Beratung zu zeigen.


15. Mrz 2013
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