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Regeln der LMA zu TV-Gewinnspielen Juni 2007
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Beitrge: 1242
BeitragVerfasst am: Donnerstag, 28.06.2007, 14:05 
Titel: Regeln der LMA zu TV-Gewinnspielen Juni 2007
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Anwendungs- und Auslegungsregeln der LMA zu Fernseh-Gewinnspielen

(GewinnSpielReg)

Stand: 19. Juni 2007


1. Kosten

1.1 Hhe der Kosten
Kosten, die fr die Teilnahme an einem Gewinnspiel anfallen und das Transportentgelt fr eine Postkarte (aktuell 45 Cent) nicht bersteigen, stellen keinen Einsatz dar.

Die Kosten i. H. v. 50 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz stellen derzeit den Hchstbetrag dar.

1.2 Kommunikation der Kosten
Die Hhe der Kosten aus dem deutschen Festnetz ist zum einen in den Mitmachregeln (MMR) darzulegen, zum anderen hat eine deutliche permanente Bildschirmdarstellung der Kosten zu erfolgen. Weiterhin sind Hinweise zu den Kosten in der Moderation zu erteilen. Zustzlich ist in den Mitmachregeln sowie moderativ darauf hinzuweisen, dass fr Anrufe aus dem Mobilfunkbereich hhere Kosten anfallen; eine Angabe von Tarifen der zahlreichen Netzanbieter ist in diesem Fall nicht erforderlich. Falls eine Mitspielmglichkeit aus dem Ausland angeboten wird, ist auf die hierfr anfallenden hheren Kosten hinzuweisen.


2. Teilnahmeberechtigung

2.1 Ausschluss Minderjhriger
Minderjhrige sind von der Teilnahme an Gewinnspielen ausgeschlossen und Gewinne werden an diese nicht ausgezahlt. Hinweise auf den Ausschluss Minderjhriger haben sowohl in der Moderation als auch "in der Zeit zwischen 06:00 Uhr bis 23:00 Uhr" dauerhaft und hinreichend sichtbar auf dem Bildschirm zu erfolgen.

Zudem muss whrend der Sendung mindestens alle fnf Minuten durch einen eigenen Crawl oder durch dauerhafte Einblendung darauf hingewiesen werden, dass Gewinne an Minderjhrige nicht ausbezahlt werden.

2.2 Ausschluss eigener Mitarbeiter
Mitarbeiter des veranstaltenden Senders und deren Angehrigen sind von der Teilnahme an den Spielen ausgeschlossen.

2.3 Ausschluss der Mitarbeiter der Aufsicht fhrenden Stelle
Mitarbeiter der Landesmedienanstalten sind von der Teilnahme an den Spielen ausgeschlossen.

2.4 Ausschluss briger Personen
Ein Ausschluss von einzelnen Zuschauern darf nur anhand abstrakt-genereller Regelungen erfolgen, die im Vorfeld bekannt gegeben wurden. Gleiches gilt fr den Fall, dass die Zuschauer unlautere Mittel einsetzen, um sich einen unrechtmigen Vorteil gegenber anderen Mitspielern zu verschaffen.


3. Spielgestaltung

3.1 Verschiedene Spielablufe/Spielmodi
Derzeit werden berwiegend zwei Grundvarianten (mit unterschiedlichen Abwandlungen) der Anruferauswahl bei den Sendern eingesetzt: "Anrufbeantworter-" und "Hot Button/Buzzer"-Spiel. Nach Auslsung des technischen Mechanismus whlt dieser entweder zu einem beliebigen Zeitpunkt eine beliebige stehende oder vorher bestimmte Telefonleitung zur Durchstellung in die Sendung (Hot Button/Buzzer) aus oder legt nach Ablauf eines vorgegebenen Zeitraumes eine beliebige Reihenfolge von AB-Nachrichten fest, wobei die Anrufer in dieser beliebigen Reihenfolge zurckgerufen werden.
Whrend des gesamten Spielverlaufs ist der Zuschauer in regelmigen Abstnden auf die aktuell eingesetzte Spielvariante hinzuweisen. Letztere ist insbesondere durch eine permanente Einblendung eines eindeutigen Symbols am Bildschirm zu kennzeichnen. Im Hot-Button-Modus ist der Zuschauer von Beginn des Spiels an darber zu informieren, in welchem Zeitrahmen eine Durchstellung vorgesehen ist. Dies kann durch ein eingeblendetes Zeitfenster (sog. Countdown) geschehen. Bei Spielen mit einem offenen Zeitfenster, d. h. ein ablaufendes Zeitfenster wird nicht eingeblendet und die Zeitdauer bis zur Durchstellung eines Zuschauers ist deutlich lnger gewhlt, ist dem Zuschauer durch Moderation und ildschirmeinblendungen whrend der gesamten Spieldauer in regelmigen Abstnden bekannt zu geben, dass der Zeitpunkt der Durchstellung ungewiss ist und zu einem beliebigen, auch deutlich spter liegendem Zeitpunkt erfolgen kann.

3.2 nderung der Spielregeln
Bei gleichen Spielarten drfen keine willkrlichen nderungen der Spielregeln vorgenommen werden (z. B. keine wechselnde Bercksichtigung verschiedener Schriftarten/-gren, ausgeschriebener Zahlen u. .).

Die Spielregeln sind der aufsichtsfhrenden Landesmedienanstalt auf Anfrage zur Verfgung zu stellen.

3.3 Gestaltung der Spielaufgaben
3.3.1.
Die Lsung des Spiels muss nachvollziehbar sein.

3.3.2
Spiele, bei denen absichtlich zu Spielzwecken vernderte Bilder verwendet werden, sind erlaubt, wenn sie grundstzlich fr das Medium Fernsehen geeignet sind und davon auszugehen ist, dass die technische Ausstattung des durchschnittlichen Fernsehhaushalts eine Lsung des Spiels zulsst. Unzulssig sind daher insbesondere ?angefressene" Buchstaben, verzerrte Graphikspiele oder eine schlechte graphische Auflsung. Auf die unterschiedliche Darstellung, insbesondere bei verschiedenen Bildschirmformaten (16:9, 4:3) und Bildschirmkategorien (Plasma-Bildschirm, PC-Bildschirm etc.), ist zu achten.

3.3.3
Im Rahmen von Wortfindungsspielen drfen nur Begriffe verwendet werden, die enthalten sind

>>als Print oder CD-ROM Ausgabe<< in:
- allgemein zugnglichen, mehrbndigen Nachschlagewerken (z. B. Duden, Brockhaus)
und/oder
- allgemein zugnglicher, einschlgiger Fachliteratur.

Der Veranstalter der Call-In-TV-Sendung ist verpflichtet, seiner aufsichtfhrenden Landesmedienanstalt im Vorfeld eine Liste der verwendeten Quellen sowie auf Verlangen die dokumentierten Referenzen mitzuteilen und diese mindestens drei Monate zu archivieren.

3.4 Aussagen zur Gewinnsumme
Sowohl in der Moderation als auch in den mittlerweile hufig verwendeten Einblendungen der Gewinnsumme ist eindeutig auf die vom Sender sicher garantierte Gewinnsumme sowie auf eine ggf. zustzlich eingerumte Gewinnchance (Jackpot) hinzuweisen. In der grafischen Darstellung muss klar zwischen beiden Summen differenziert werden, d. h. die Jackpotsumme darf nicht grer sein und nur zur gleichen Zeit wie die feste Gewinnsumme eingeblendet werden.
Der Zuschauer ist whrend der gesamten Sendung in regelmigen Abstnden darber zu informieren, welche Voraussetzungen erfllt sein mssen, damit eine Ausschttung der als Gewinnchance bezeichneten Summe erfolgt. Falls eine sichere Gewinnsumme nicht garantiert wird, ist dies durch Moderation und Einblendung deutlich zu machen. Das bloe Einblenden des Begriffs "Gewinnchance" ist hierfr unzureichend.
Eine irrefhrende Vermischung von garantierter Gewinnsumme und Gewinnchance ist unzulssig.


Eine fest ausgelobte Gewinnsumme wird im Falle der richtig genannten Lsung ausgespielt. Sie darf im Laufe eines Rtsels nicht herabgesetzt, allenfalls erhht werden.

Bei Spielmodi mit variabler Geldsumme (z. B. "Geldleitung") ist streng darauf zu achten, dass Mindest- und Hchstgewinnsumme von Beginn des Spiels an permanent kommuniziert werden. Eine nderung der Mindest- und Hchstgewinnsumme whrend eines Spiels ist unzulssig. Im Rahmen des Auswahlmechanismus haben die Veranstalter sicherzustellen, dass die unterschiedlich hohen Gewinnsummen gleichmig zur Ausspielung gelangen.

3.5 Aufleger
Sollte ein Zuschauer, der im Hot-Button/Buzzer-Spiel mit oder ohne Zeitfenster in die Sendung durchgestellt worden ist, auflegen, ist sofort ein weiterer Zuschauer durchzustellen.

3.6 Sicherstellung des technischen Auswahlmechanismus
Jeder Veranstalter hat sicherzustellen, dass ber ein technisches System, das von den Landesmedienanstalten berprft werden kann, der Auswahlmechanismus derart konzipiert wird, dass fr jeden Anrufer die Chance besteht, ausgewhlt zu werden.

3.7 Simulcast-Ausstrahlung
Bei einer Parallel-Ausstrahlung von Call-In-TV Sendungen muss gewhrleistet sein, dass alle Zuschauer eine Chance auf Teilnahme und Gewinn haben.


4. Mitmachregeln (MMR)

Die MMR sind in geeigneter Weise im Internet und Videotext zu verffentlichen. In der Moderation haben Hinweise auf die Mitmachregeln zu erfolgen.

In den MMR sind die Kosten, die Teilnahmeberechtigung, die geltenden Spielmodi sowie die Einwahlchance zu erlutern. In letzterem Fall ist der Hinweis auf einen von einem externen Telefonie-Dienstleister betriebenen Auswahlmechanismus unzureichend.
Es hat ein ausdrcklicher Hinweis zu erfolgen, dass nicht jeder Anruf, der Telefonkosten produziert, in die Sendung durchgestellt wird. Ebenso ist der Hinweis aufzunehmen, dass die Zuschauer das eigene Telefonierverhalten kontrollieren sollen.


5. Moderation / Kommunikation

5.1 Allgemeines
Im Rahmen der Moderation ist auf Kosten, den Ausschluss Minderjhriger an der Teilnahme, die Tatsache, dass Gewinne nicht an Minderjhrige ausgeschttet werden, Spielmodi, Einwahlchance, Telefonierverhalten, die maximale Dauer des Spiels und die Verffentlichung der MMR, hinzuweisen. Diese Hinweise haben in einer Sendung mehrmals, in der Regel in Abstnden von ca. 10 Minuten, zu erfolgen. Von dieser Zeitvorgabe kann abgewichen werden, wenn der Hinweispflicht durch permanente graphische Darstellung oder das Einfgen von Laufbndern nachgekommen wird.

5.2 Irrefhrung/Falschinformationen
In der Moderation sowie durch die, die Moderation untersttzenden Elemente, etwa Crawls, Einblendungen, Flipcharts etc. sind irrefhrende und falsche Aussagen jeglicher Art, insbesondere ber die Spieldauer, die Beendigung des Spiels, den Schwierigkeitsgrad und die Lsungslogik der Aufgabe, sowie ber die Spiel- und Mitmachregeln und die Einwahlchance, unzulssig. Gleiches gilt fr die Aussagen hinsichtlich der zu erzielenden Gewinnsumme. Hier darf insbesondere keine Vermischung von Jackpot und Gewinnsumme erfolgen (siehe 3.4).
Dem Zuschauer sind bei allen Spielen in angemessenem Umfang Hinweise zum Schwierigkeitsgrad und zur Lsungslogik zu erteilen.
Der Aufbau von nicht vorhandenem Zeitdruck ist unzulssig.

5.3. Wahlwiederholung
Die Aufforderung zum Mitmachen darf keinen besonderen Anreiz zu wiederholtem Anrufen enthalten.
Insbesondere unzulssig sind:

â?¢ ein Vergleich zwischen Anrufkosten und Gewinnsumme,
â?¢ Hinweise auf erhhte Gewinnchancen bei Mehrfachanrufen.

5.4. Manahmen zur Verbesserung der Kommunikation/Darstellung der Mitmachregeln
Eine in regelmigen Abstnden von 5 Minuten zu erfolgende Bildschirmeinblendung oder ein durchlaufender Crawl mit einer Mindestdauer von 30 Sekunden informiert die Zuschauer whrend der gesamten Sendung ber die Mitmachregeln, das Erfordernis, das Telefonierverhalten zu kontrollieren sowie ber die zufallsbedingte Auswahl der Anrufer (z. B. ?Ob ein Anruf ausgewhlt wird, hngt vom Zufall ab.â??). Zudem haben entsprechende regelmige Hinweise in der Moderation zu erfolgen.

Die Sender verpflichten sich, einen Moderatorenleitfaden zur fairen und transparenten Durchfhrung der TV-Gewinnspiele zu erstellen und den Landesmedienanstalten vorzulegen.


6. Verkaufsfrdernde Manahmen
Vergnstigungen, die einen bertriebenen Anreiz fr Mehrfachanrufe darstellen, sind unzulssig.


7. Auflsung der Rtsel

7.1 Zeitlicher Rahmen
Die Auflsung der Rtsel hat in der Regel nach Ablauf des Spieles bzw. bei Postkartenspielen nach Beendigung der Mitmachmglichkeit zu erfolgen. Hiervon kann aus Grnden der redaktionellen Gestaltung abgewichen werden; jedenfalls ist eine Auflsung in der jeweiligen Sendung erforderlich.

7.2 Inhaltliche Voraussetzungen
Die an einen fairen Wettbewerb zu stellenden Voraussetzungen erfordern, dass die Spiele transparent aufgelst werden. Das heit, fr den durchschnittlichen Zuschauer muss es, insbesondere auch bei schweren Spielen, mglich sein, die Lsungslogik nachzuvollziehen. Diesem Erfordernis kann auf vielfltige Art Rechnung getragen werden, sei es durch Einblendung der Fehler, Zwischensummenbildungen bei Additionsspielen o. . Die bloe Angabe einer Lsungszahl ist unzureichend.

7.3. Auflsung von graphischen Spielen
Die Erluterung der Fehler in einem graphischen Rtsel muss unmittelbar nach Beendigung des Rtsels sowohl durch eine Einblendung der Fehler fr eine begrenzte Zeitspanne von mindestens fnf Sekunden, als auch durch ausreichende moderative Hinweise erfolgen.


8. bermittlung sendungsrelevanter Informationen an die Aufsicht fhrende Landesmedienanstalt

8.1 bermittlung von MMR und internen Dienstanweisungen
Sender, die Fernseh-Gewinnspiele veranstalten, haben verbindliche Spielregeln (Mitmachregeln) aufzustellen und der jeweils zustndigen Landesmedienanstalt unaufgefordert die neueste Fassung der MMR und evtl. existierender (interner) Dienstanweisungen vorzulegen. Deren berprfung ist zur Kontrolle der Spielformate neben der Auswertung von Sendemitschnitten erforderlich.

8.2 bermittlung von Telefonverbindungsdaten und Gewinn-Daten
Jeder Veranstalter von Call-In-TV-Sendungen hat auf Verlangen, insbesondere bei konkreten Beschwerden und unter Bercksichtigung der telekommunikationsrechtlichen und datenschutzrechtlichen Regelungen, seiner Aufsicht fhrenden Landesmedienanstalt technische Protokolle ber die tatschliche telekommunikationstechnische Herstellung von Verbindungen in die Sendung vorzulegen und diese Daten 3 Monate vorzuhalten.

Zudem hat jeder Veranstalter von Call-In-TV-Sendungen auf Verlangen, insbesondere bei konkreten Beschwerden, gegenber seiner Aufsicht fhrenden Landesmedienanstalt einen schriftlichen Nachweis ber tatschliche Gewinner sowie ber ausgezahlte Gewinnsummen unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu erbringen.




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