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ALM - Jahrbuch 2007
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  Callpassive
CITV.NL Moderator


Geschlecht: Geschlecht:mnnlich
Beitrge: 2484
Wohnort: Ruhrgebiet
BeitragVerfasst am: Donnerstag, 16.10.2008, 11:26 
Titel:  ALM - Jahrbuch 2007
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Seit einiger Zeit ist bei der ALM das Jahrbuch 2007 erschienen mit dem Untertitel "Landesmedienanstalten und privater Rundfunk in Deutschland". Hier kann man den kompletten Text als PDF herunterladen.

Ich habe die 488 Seiten mal nach ein paar Stichwrtern abgeklopft und jetzt kommt das Ergebnis (Hervorhebungen von mir):
« Jahrbuch 2007 » hat Folgendes geschrieben:
Mehrwertdienste und Gewinnspiele
Einnahmen aus Mehrwertdiensten bei Beratungssendungen oder Gewinnspielen spielen vor allem fr TV-Spartenprogramme mit geringen Reichweiten und niedrigen Werbeeinnahmen eine wachsende Rolle. 2007 huften sich Beschwerden von Zuschauern darber, dass oft keine eindeutigen Lsungen gibt. Unklar blieben oft auch die Mechanismen, die darber entscheiden, wann welcher Zuschauer telefonisch bei Gewinnspielen ins Studio durchgestellt wird und so die tatschliche Chance auf eine Geldprmie erhlt. Beim Angebot von 9Live etwa liegt die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns beim Verhltnis von eins zu 2.500. TV-Gewinnspiele wurden - in der Regel zum Telefontarif von 50 Cent pro Anruf - 2007 vor allem von 9Live, ProSieben, Sat.1, kabel eins, Tele 5, Super RTL, DSF, VIVA Germany, NICK und Comedy Central eingesetzt. Etwa die Hlfte der Telefongebhren landete bei den TV-Anbietern, der Rest bei Telekommunikationsunternehmen.

Aufgrund der problematischen Entwicklung verschrften Auslachen von rechts die Landesmedienanstalten Ende Juni 2007 die zwei Jahre zuvor verabschiedeten Anwendungs- und Auslegungsregeln fr die Aufsicht ber Fernsehgewinnspiele. Durch einen Manahmenkatalog, zu dem sich die Veranstalter freiwillig verpflichten, sollen vor allem eine grere Transparenz in Bezug auf die Gewinnchancen hergestellt, eindeutige Lsungen garantiert, ausgezahlte Gewinne dokumentiert und der oft knstlich erzeugte Zeitdruck abgebaut werden. Darber hinaus wurde die Teilnahme Minderjhriger an dieser Form des so genannten Call-in-TV verboten. Um knftig den Landesmedienanstalten ein breiteres Spektrum an Kontroll- und Sanktionsmglichkeiten einzurumen, ist im 10. RndStV, der am 1. September 2008 in Kraft treten wird, eine entsprechende Satzungsermchtigung verankert.

Auch fr den Bereich der Beratungsformate im Fernsehen fhrten die Landesmedienanstalten 2007 erste Gesprche mit dem Ziel einer freiwilligen Selbstverpflichtung Auslachen von rechts der Anbieter. Die GSPWM attestierte Anbietern wie Astro TV (Sterndeuten, Kartenlesen, Pendeln etc.) Qualittsdefizite bei der Beratung und »zum Teil erhebliche Probleme bei der Transparenz der Ablufe«. Mittlerweile wurden mehrere Flle bekannt, bei denen offenbar psychisch labile Zuschauer in eine Art Abhngigkeit von Beratungsleistungen durch TV-Wahrsager gerieten. In einem Fall summierten sich die Gebhren einer Frau auf fast 38.000 Euro. Zwar bieten TV-Beratungskanle die ersten Gesprche, die live ausgestrahlt werden, meist kostenlos an. Fr weitere telefonische Beratungsleistungen aber werden in der Regel zwischen ein und zwei Euro pro Minute abgerechnet. Auch beim Mediendienst Primetime und beim Kanal Telemedial (Zulassung in sterreich) fallen fr die meisten Angebote in Deutschland etwa zwei Euro Telefonkosten pro Minute an. Marktfhrer beim deutschen Beratungsfernsehen ist das Programm Astro TV der Berliner Questico AG, die ihre Produktionen 2007 auch ber die Kanle von 9Live, mnchen.tv, Hamburg 1, TV Berlin, Saar TV, RNF Life und NRW.TV ausstrahlte. Fr Questico arbeiten freiberuflich fast 3.000 Berater, die ihre Entgelte selbst festlegen und davon etwa ein Drittel an das im Jahr 2000 gegrndete Unternehmen berweisen.

Die GSPWM fordert eine Regelung, die knftig medizinische Ferndiagnosen und Beratungen ausschliet und bei den Kosten fr bestimmte Zeitrume Maximalbetrge fixiert.
S. 48

[...]

Dating-, Spiele-, Wett- und Standbildkanle
Neben den Telemedien machen sich zunehmend auch Rundfunkanbieter diese Finanzierungsquelle zunutze. Sie erhhen ihre Umstze auf diese Weise z. B. durch Abstimmungen bei Castingshows, ber Gewinnspiele oder auch bei speziellen Quizsendungen die oft, jedoch nicht ausschlielich, im Nachtprogramm gesendet werden. Das Umsatzvolumen in diesem Bereich ging 2007 jedoch deutlich zurck. Nach den von acht Landesmedienanstalten in Auftrag gegebenen Erhebungen zur wirtschaftlichen Lage des Rundfunks in Deutschland 2006 fielen die Call-Media-Umstze im privaten Rundfunk allein zwischen 2004 und 2006 um 72 Mio. Euro auf 198 Mio. Euro.

Vermutlich aufgrund des deutlichen Umsatzrckganges im Call-Media-Segment hat auch der bis zuletzt einzige komplett auf Call- Media-Umstzen basierende Sender 9Live sein Geschftsmodell Anfang 2008 angepasst. ber ein zweistndiges Programmfenster sendet er »neun TV«, das vor allem Telenovelas zeigt und Werbeerlse generiert.
S. 123

[...]

Gemeinsame Stelle Programm, Werbung und Medienkompetenz
Ein Schwerpunkt der Programmaufsicht bildete im Jahr 2007 die Kontrolle der sogenannten Call-In-Formate im Rahmen von Gewinnspielsendungen. Aufgrund der neuen Entwicklungen bei diesen Sendeformaten hat die GSPWM zunchst die Anwendungs- und Auslegungsregeln der Landesmedienanstalten fr die Aufsicht ber Fernsehgewinnspiele (GewinnSpielReg) aus dem Herbst 2005 aktualisiert Auslachen von rechts. ber nderungen dieser Regeln wurden mit den Veranstaltern und dem VPRT (Verband Privater Rundfunk und Telemedien) intensive Diskussionen gefhrt, mit dem Ergebnis, dass die Regeln konkreter gefasst wurden, dem Zuschauer mehr Transparenz bei den Spielen und Gewinnmglichkeiten ermglicht wird und Minderjhrige besser geschtzt werden. Mittlerweile Auslachen von rechts ist dem Wunsch der Landesmedienanstalten entsprochen worden, eine Satzungsermchtigung fr diese Gewinnspielregeln im 10. Rundfunknderungsstaatsvertrages zu verankern.

Im Rahmen der berprfung von Beratungssendungen stellte die GSPWM 2007 erhebliche Probleme bei der Transparenz der Ablufe und Qualittsdefizite fest. Darber hat die GSPWM Gesprche mit den Vertretern verschiedener Beratungssender gefhrt, die im Jahr 2008 fortgefhrt werden und in eine Selbstverpflichtung der privaten Beratungssender mnden sollen.
S. 344

[...]

Arbeitsschwerpunkte der BLM
Ein aktueller Fall bei dem von der BLM genehmigten Gewinnspielsender 9Live hat im Frhjahr 2007 erneut zu einer Diskussion ber die Transparenz der Spielregeln und den Verbraucherschutz bei diesen Angeboten gefhrt. In der Folge wurden neue Regeln fr Gewinnspiele von der DLM verabschiedet. Die Forderung von Prof. Ring, die Landesmedienanstalten mit wirksamen aufsichtsrechtlichen Befugnissen auszustatten, wurde im 10. Rundfunknderungsstaatsvertrag aufgegriffen, der am 1. September 2008 in Kraft treten wird.
S. 368

[...]

Selbstdarstellung LMK
Call-in-Shows nahmen einen nicht unerheblichen Teil der inhaltlichen Prfungen bei der LMK ein. Diese Gewinnspiele in Hrfunk und Fernsehen, die mglichst viele kostenpflichtigen Telefonanrufe generieren sollen, mussten erneut aufsichtlich beanstandet werden. Diese Problematik war auch Gegenstand einer gemeinsamen Sitzung der Programmausschsse aus LMK und LfM.
S. 424


Ebenfalls interessant sind folgende Tabellen:
TV-Marktanteile ausgewhlter Spartensender 2007 (S. 86)
Struktur der Gesamtertrge im privaten Fernsehen 2006 (S. 91)

Dann wollen wir mal schauen, was uns die LMAen an Vernderungen im Umgang mit CI prsentieren werden.



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